An nur einem Tag musste die Bamberger Feuerwehr achtmal ausrücken - darunter zu ABC-Einsätzen, einem Verkehrsunfall und einer Türöffnung.
Der vergangene Samstag (7. Februar 2026) startete für die Bamberger Feuerwehr in der frühen Nacht um kurz nach 0 Uhr. Im Laufe des Tages mussten die Einsatzkräfte noch insgesamt sieben Mal ausrücken. Die erste Alarmierung kam aus dem Aufseesianum in der Aufseßstraße. Jugendliche, die in dem Internat untergebracht sind, bemerkten gegen 0.16 Uhr einen ungewöhnlichen Rauchgeruch in der Unterkunft, woraufhin die Feuerwehr mit einem Großaufgebot ausrückte. Das erklären die Kräfte in einem Einsatzbericht.
Während die Räume erkundet wurden und nach möglichen Ursachen für den Geruch gesucht wurde, verflüchtigte sich dieser komplett, sodass der Auslöser nicht gefunden werden konnte. Ein Bereitstellungsraum am Domplatz, der zur Koordinierung der zahlreichen Einsatzfahrzeuge eingerichtet wurde, konnte nach Abschluss der Erkundungsmaßnahmen aufgelöst werden. Knapp fünf Stunden später erwartete die Feuerwehrleute der nächste Einsatz.
Acht Alarmierungen der Feuerwehr Bamberg am Samstag
Dabei wurde die Ständige Wache ins Haingebiet zu einer Notfall-Türöffnung alarmiert. Eine Frau war in ihrer Wohnung gestürzt und brauchte Hilfe des Rettungsdienstes. Dafür frästen die Feuerwehrleute den Schließzylinder der Türe auf und gewährten den Sanitätern Zutritt, nachdem die Wohnungstür wieder repariert war, rückten die Kräfte wieder ab. Der nächste Einsatz fand um 16.47 Uhr statt. Die Feuerwehr wurde zum Marienplatz alarmiert, wo ein Fahrzeug einen großen Ölfleck hinterlassen hatte.
Die Aufgabe der Einsatzkräfte war es, die betroffene Stelle abzusichern und ein Spezialfahrzeug einer Fachfirma zur Fahrbahnreinigung zu verständigen. Um 18.36 Uhr begann dann eine Reihe von Alarmierung, beginnend mit einem Verkehrsunfall auf dem Berliner Ring. Im Kreuzungsbereich zur Memmelsdorfer Straße waren zwei Autos zusammengestoßen, wovon eines starken Rauch entwickelte und einen Brand vermuten ließ.
Jedoch handelte es sich dabei nur um ausgetretenes Kühlmittel, wie die Einsatzkräfte erklären. Diese sicherten die Unfallstelle gegen fließenden Verkehr und Brandgefahren ab. Nachdem die Straße aufgeräumt, Fahrzeugbatterien abgeklemmt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet wurde, konnte sie übergeben werden und die Feuerwehr rückte ab. Um 18.40 erreichte die Feuerwehr eine Alarmierung zur Personensuche in der St. Getreu Straße.
Zwei ABC-Einsätze für Bamberger Feuerwehr in den Abendstunden
Kurz darauf um 18.58 ging die nächste Alarmierung bei der Feuerwehr ein, die Kräfte wurden zu einem ABC-Einsatz in die Grafensteinstraße gerufen. Dort hatte eine Bewohnerin einen ungewöhnlichen Geruch in ihrer Wohnung bemerkt. Obwohl die Feuerwehrleute Messungen in der Wohnung, im Keller und im Dachgeschoss vornahmen, konnten keine Feststellungen gemacht werden. Zudem schien sich der Geruch wieder verflüchtigt zu haben, sodass die Einsatzkräfte nach einer halben Stunde abrücken konnten.
Wenig später um 19.04 Uhr wurde die Bamberger Feuerwehr zu einem Industriebetrieb am Laubanger zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert. Bei der Erkundung fand man keine eindeutige Ursache, ein Brandereignis konnte jedoch ausgeschlossen werden. Nachdem die Anlage einem Verantwortlichen vor Ort übergeben worden war, war die Arbeit für die Feuerwehr auch hier getan. Der letzte Einsatz des Tages war dann erneut ein ABC-Einsatz. Im Wald am nördlichen Stadtrand fiel Forstarbeitern ein Defekt am Ladekran auf, sie vermuteten einen Ölunfall im Stadtgebiet. Durch einen abgerissenen Hydraulikschlauch traten einige Liter Öl aus und verunreinigten den Forstweg, so die Feuerwehr im Einsatzbericht.