Im Kreis Bamberg hat es seit Mittwochvormittag kräftig geregnet. In Verbindung mit dem Tauwetter kommt es vermehrt zu Überschwemmungen. So sieht die Feuerwehr die Lage.
Der Hochwassernachrichtendienst gibt keine Entwarnung. Doch wie ist die Lage in besonders betroffenen Ortschaften im Landkreis - und ab wann wird es wirklich kritisch?
"Wir müssen hoffen": Feuerwehr-Einsatzleiter in Schlüsselfeld sieht Grenze erreicht
Am Mittwochnachmittag (11. Februar 2026) wurde die Feuerwehr Schlüsselfeld über ansteigende Wasserstände informiert. Gegen 15.30 Uhr habe er einen Anruf erhalten, berichtet Michael Sturm, Einsatzleiter der Feuerwehr in Schlüsselfeld: "Bauhof, Kläranlage, das Wasser wird immer mehr, wir sollten mal eine Erkundung machen." In enger Abstimmung mit den Mitarbeitern des Bauhofs und der Kläranlage sei dann eine erste Erkundung unternommen worden. Wie Sturm weiter erklärt, habe man dabei mehrere besonders betroffene Bereiche im Gemeindegebiet überprüft. Betroffen seien vor allem Aschbach, Heuchelheim, Elsendorf und Debersdorf gewesen.
"Wir haben festgestellt, dass dort Pegel sind die ständig steigen. Gerade so noch an der Grenze, wo es für die Anwohner und Gebäude gefährlich wird", schildert Sturm die Situation. Um die Einsätze besser zu koordinieren, habe man daraufhin eine Abschnittsführungsstelle eingerichtet. Im Anschluss seien insgesamt zehn Einsätze abgearbeitet worden – darunter überflutete Keller sowie ein Sandsacktransport nach Ebrach und Burgwindheim. Es habe sich jedoch um kleinere, überschaubare Einsätze gehandelt, fasst der Einsatzleiter zusammen. "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen."
Insgesamt waren nach seinen Angaben vier Feuerwehren mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort. Die Lage sei weiterhin angespannt, da die Bäche voll und die Böden gesättigt seien. "Wir müssen hoffen, dass nicht mehr Regen kommt und sich die Lage nicht weiter zuspitzt", gibt Sturm zu bedenken. Als Vorsorgemaßnahme seien am heutigen Tag insgesamt 15 Paletten Sandsäcke für die umliegenden Gemeinden befüllt worden. "Wir sind vorbereitet", betont der Einsatzleiter der Feuerwehr.
Hochwasser im Kreis Bamberg: So ist die Situation in den Gemeinden
Das Wasserwirtschaftsamt Kronach hat am Mittwochabend eine erneute Hochwasserwarnung für die Stadt und den Landkreis Bamberg herausgegeben. Die aktuelle Warnung gilt nach Angaben der Behörde von Dienstag, 20 Uhr, bis Mittwoch, 12 Uhr. Wie das Amt mitteilte, sei aufgrund prognostizierter Niederschläge in Verbindung mit abfließender Schneeschmelze mit einem deutlichen Anstieg der Wasserstände in den Gewässern zu rechnen. Nach Informationen der Hochwasservorhersagezentrale würden mehrere Pegelstände voraussichtlich in den kommenden Stunden die Meldestufen 1 oder 2 erreichen beziehungsweise überschreiten. Diese Orte sind besonders betroffen:
Vorra/Rauhe Ebrach: Der Pegel befindet sich in der Meldestufe 1 und steigt weiter an.
Schenkenau / Itz: Der Pegel soll am frühen Donnerstagmorgen die Meldestufe 2 erreichen und weiter ansteigen.
Lohr / Baunach: Der Pegel befindet sich in der Meldestufe 1 und steigt weiter an.
Leucherhof / Baunach: Der Pegel soll im Laufe der Nacht zum Donnerstag die Meldestufe 1 erreichen.
Schwürbitz / Main: Der Pegel soll am frühen Donnerstagmorgen die Meldestufe 1 erreichen.
"Auch an kleineren Gewässern ohne Warnpegel kann es zu Ausuferungen und Überschwemmungen kommen", betont das Wasserwirtschaftsamt Kronach.
Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen
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