Weil coronabedingt der Neuwagen-Verkauf eingebrochen ist, fordert die IG Metall Bamberg "im Rahmen eines großen Konjunkturprogrammes auch Maßnahmen zur Stützung der Schlüsselindustrie Fahrzeugbau".

Allein bei den Zulieferern in der Region Bamberg könnten sonst bis zu 25.000 Arbeitsplätze in Gefahr geraten. Bereits im April musste ein fränkischer Luftfahrt- und Automobilzulieferer Insolvenz beantragen.

Fränkischer Automobilzulieferer: Derzeit 40 Prozent der Belegschaft bei Bosch in Kurzarbeit

"Die Zahl der Kurzarbeiter wechselt wöchentlich und täglich, bei Bosch sind es zur Zeit 40 Prozent", sagt Matthias Gebhardt, der erste Bevollmächtigte der Bamberger IG Metall. Weitere 30 Prozent bleiben aber aus anderen Gründen zuhause, sie bauen zum Beispiel Überstunden ab.

In einer Erklärung, die auch die Betriebsratsvorsitzenden von Schaeffler in Hirschaid und Höchstadt, Brose in Bamberg und Hallstadt, Bosch in Bamberg, Albeá in Scheßlitz und FTE in Ebern unterzeichneten, fordert die Gewerkschaft eine Kaufprämie für Neuwagen - jedoch "zielgenauer" als die Abwrackprämie 2009.

Von einer solchen Prämie dürfe aber "der ökologische und moderne Verbrenner nicht ausgeschlossen" werden.

Eigenbetrag der Hersteller?

Die Hersteller sollten aus Sicht der Gewerkschafter ebenfalls einen Eigenbeitrag dazu leisten.

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