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Hilpoltstein
Wirtschaftliche Krise

Insolvent wegen Corona: Wie geht es für fränkischen Zulieferer weiter?

Die Corona-Krise lässt viele mittelständische Unternehmen um ihre Existenz bangen. Auch der Zulieferbetrieb Kegler aus Hilpoltstein musste im April Insolvenz beantragen - doch noch gibt es Hoffnung für die Firma aus Mittelfranken.
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Der Luftfahrtzulieferer Kegler aus dem mittelfränkischen Hilpoltstein musste in der Corona-Krise Insolvenz anmelden. Foto: Bernd Thissen /dpa

Es war ein herber Schlag für die Firma Kegler: Im April musste der Luftfahrt- und Automobilzulieferer aus Hilpoltstein im Kreis Roth Insolvenz anmelden. Für die 85 Mitarbeiter ist noch nicht klar, wie es weitergeht.

Die zuständige Insolvenzverwalterin Mechthild Bruche von der Nürnberger Kanzlei Dr. Beck und Partner nannte im Gespräch mit inFranken.de die Corona-Krise als Hauptgrund für die missliche Lage des Betriebes, denn "selbst die Kunden wissen nicht wie es weiter geht". Die Firma Kegler arbeitet hauptsächlich für namhafte Kunden aus der Luftfahrtbranche sowie Firmen im Bereich Automobil und Medizintechnik. Da besonders die Luftfahrt von der Epidemie hart getroffen wurde, blieben auch für den fränkischen Zulieferer die Aufträge aus. Auch in der Automobilindustrie macht sich die Krise bei den Zulieferern bemerkbar.

Fränkischer Luftfahrtzulieferer Kegler wegen Corona-Krise insolvent

Wie geht es also weiter für die Firma Kegler und ihre 85 Mitarbeiter? Wie Bruche erklärt, ist der Betrieb momentan stabilisiert. Die Mitarbeiter erhalten seit dem Beginn des vorläufigen Insolvenzverfahrens im April Insolvenzgeld. Wenn im Juni das eigentliche Verfahren beginnt, muss das Personal allerdings "angepasst" werden. Wie viele Stellen davon betroffen sein werden, lässt sich noch nicht sagen.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise wird es wohl außerdem erstmal mit Kurzarbeit weitergehen. Diese Kombination aus Insolvenz- und Epidemie-Maßnahmen müsse jedoch erst noch mit dem Betriebsrat verhandelt werden, so Bruche.

Doch es gibt Hoffnung für den Hilpoltsteiner Betrieb: eine Fortführung mit Investoren. Es Laufen bereits Gespräche mit Interessenten, wie die Insolvenzverwalterin verrät. "Wir sind froh, dass es trotz der momentan trüben Lage wegen Corona Interessenten gibt", sagt Bruche. Dann hänge es natürlich von den Investoren ab, in welcher Form und vor allem mit welchem Personalumfang die Firma Kegler bestehen bleibt.