Nach einem Unfall auf der A 73 bei Breitengüßbach brach der Verkehr auf den beiden parallel verlaufenden Nord-Süd-Verbindungen zeitweise komplett zusammen. Am Samstag, 6. Juli, muss die B 4 komplett gesperrt werden. Die Anschlussstelle Breitengüßbach-Süd der A 73 wird in Fahrtrichtung Coburg von heute an bis zum 7. Juli sowie in Fahrtrichtung Bamberg am 6. und 7. Juli komplett gesperrt sein.

In den nächsten Wochen werden auf beiden Straßen wie auf zahlreichen anderen Straßen rund um Bamberg sowie Erlangen und Fürth/Nürnberg die Fahrbahndecken und zum Teil auch Brücken erneuert. Dass diese Arbeiten mit der sommerlichen Reisezeit zusammenfallen, ist kein Zufall. Die Autobahndirektionen, die für die Koordination der Baustellen zuständig sind, haben die Wahl zwischen "Pest und Cholera": Behinderungen im Berufs- oder im Ferienverkehr ... Meistens trifft es beide, so wie am Dienstag rund um Breitengüßbach, weil die Behinderungen durch die halbseitig gesperrte Fahrbahn durch den Unfall potenziert wurden und auch die wenigen Ausweichstrecken überlastet waren.

Heißer Sommer auf den Straßen
Betrachtet man sich die Pläne der Autobahndirektion Nordbayern in Nürnberg für die Straßenbauarbeiten in den nächsten Monaten, dann steht in Nordbayern und vor allem im Nadelöhr zwischen Bamberg und Erlangen/Nürnberg ein heißer Sommer ins Haus.

Gebaut wird teilweise bis in den Herbst auf nahezu allen Fernstraßen rund um Bamberg: vom Bamberger Kreuz in Ost- und in Westrichtung (A 70 bis Stadelhofen sowie Mainbrücke bei Eltmann) sowie in Richtung Norden und Süden (A 73, Brückeninstandsetzungen, Fahrbahnerneuerungen). Gebaut wird außerdem auf der A3, der A6 und der A9 und auf dem Fernstraßenring rund um Nürnberg.

Da die A 73 schon generell als "Frankenstauweg" gilt, dürfte die Kombination aus Baustellen und Ferienreiseverkehr aus den Bundesländern im Norden und Osten in Richtung Süden so manchen Start in die Ferien zur Geduldsprobe werden lassen. Der Berufspendler, der nicht im Urlaub ist, sollte nach Empfehlung von Verkehrsexperten auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder zumindest über die Bildung von Fahrgemeinschaften nachdenken. Damit lässt sich zwar auch nicht jeder Stau verhindern, aber in Gesellschaft ist er vielleicht weniger nervig ...


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