Nebel liegt über dem Wasser, den Straßen der Stadt. Welke Blätter treiben im Wind. Ein dunkler Monat beginnt, in dem man einst durch die Schleier zwischen den Welten zu blicken glaubte. Wer am 1. und 2. November den Friedhof besucht, sieht Hunderte von "Seelenlichtern" tanzen. Sie stehen für Menschen, deren Tod noch ganz nah ist. Und für andere, die in vergangenen Jahrhunderten starben, bis heute aber ebenso unvergessen sind: Willy Messerschmitt, Karl Remeis, Johann Lukas Schönlein und andere bedeutende Persönlichkeiten fanden an der Hallstadter Straße die letzte Ruhe.

Bis 1563 zurück reicht die Geschichte des Bamberger Friedhofs als "äußerem Gottesacker", auf dem Fremde, Mittellose und Menschen, die im Liebfrauensiechhaus gleich nebenan starben, beerdigt wurden. Die ältesten Gräber des Hauptfriedhofes stammen aber aus dem 19. Jahrhundert.