Eine "sofortige Sicherstellung" des E-Mail-Verkehrs, den es offenbar zwischen einigen mutmaßlichen Opfern von Heinz W. gibt, hat dessen Rechtsanwalt Dieter Widmann am Mittwoch, dem 31. Prozesstag, beantragt.

Er rief damit den entschiedenen Widerspruch und Protest des Staatsanwalts und einiger Anwälte der Nebenklägerinnen hervor: "Reine Schikane" sei das, eine "Ohrfeige für den Opferschutz" und eine "unerhörte Unterstellung, dass die Opferzeuginnen hier die Unwahrheit sagen".

Scheinbar unbeeindruckt von dem verbalen Schlagabtausch nahm Vorsitzender Richter Manfred Schmidt den Antrag der Verteidigung und die Reaktionen zur Kenntnis. Und die Zweite Strafkammer nimmt sich Zeit zur Beratung: Der Prozess geht - planmäßig - erst in knapp zwei Wochen weiter, am 25. November.