Das schöne Wetter der vergangenen Woche lockte viele Bamberger nach draußen. Besonders auf der Unteren Brücke sammelten sich die Menschen - die Corona-Regeln wurden dabei allerdings oft missachtet. Stadt und Polizei ist der Ort bereits als "Hotspot" bekannt.
Haufenweise Menschen - teils ohne Maske - und das mitten im Lockdown: Dieses Bild bot sich in der vergangenen Woche auf der Untere Brücke in Bamberg. Das frühlingshafte Wetter wollten viele draußen genießen, die Corona-Regeln rückten dabei scheinbar in den Hintergrund.
Das "erhöhte Besucheraufkommen" auf der Unteren Brücke war für die Bamberger Polizei keine Überraschung. Die Beamten kontrollierten in dem Bereich entsprechend und ahndeten Verstöße. "Insgesamt haben sich die Menschen an die Vorschriften gehalten", teilte ein Sprecher der Polizei mit. Einzelne zeigten sich jedoch auch uneinsichtig und erhielten eine Anzeige wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz oder das Alkoholverbot, das noch immer in der Innenstadt gilt.
Untere Brücke voller Menschen: Polizei kontrolliert verstärkt
Auch bei der Stadt ist die Untere Brücke als "klassischer Hotspot" bekannt. "Die Leute sind seit einem halben Jahr eingesperrt und wollen bei dem schönen Wetter raus, das verstehen wir", so Stephanie Schirken-Gerster, Pressesprecherin der Stadt Bamberg. "Doch auch wenn wir Verständnis dafür haben, in Corona-Zeiten ist das einfach bescheuert. Das geht leider nicht."
Um sicherzustellen, dass die Bamberger auch bei schönem Wetter auf die Corona-Regeln achten, zeigt die Polizei Präsenz. Im Bereich der Unteren Brücke und auch an anderen beliebten Treffpunkten kontrolliere die Polizei nach eigenen Angaben verstärkt und erstelle konsequent Anzeigen.
Derzeit gilt in der Innenstadt, neben den bekannten Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen, eine Maskenpflicht und ein Alkoholverbot. Welche Bereiche davon betroffen sind, lesen Sie hier. Da die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt, gilt außerdem zwischen 22 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangssperre im ganzen Stadtgebiet.
Die Polizei sucht das Gespräch und gibt Hinweise. Was das bewirkt, sieht man ja.
Nämlich nichts. Es gilt aus meiner Erfahrungbei den jungen Leuten als cool, sich über Regelungen hinwegzusetzen.
Ohne echte Sanktionen und nur mit Kuschelkurs wird das nichts.
Unter dem Foto steht eindeutig "Symbolbild".
Nicht nur junge Leute brauchen Kontakt, sondern die allermeisten. Aber in solchen Zeiten, besonders wenn die Politik seit Sommer 2020 sich im Tiefschlaf befindet, muss man halt selbst für eine gewisse Sicherheit sorgen und sich nicht zu Hunderten auf der Untern Brücke aufhalten, und das ohne Abstand einzuhalten und mehrheitlich ohne Mund-Nasenbedeckung. Gerade junge Menschen, noch dazu welche die schlau sind und sich an der Uni Bamberg eingeschrieben haben um mal was zu werden im Leben, sollten sich schlauer anstellen. Nun ist es aber so, dass auch unsere Politgrößen mal irgendwo studiert haben; nicht alles scheint hängengeblieben zu sein.
"...in Corona-Zeiten ist das einfach bescheuert."?
Das ist starker Tobak.
Ich würde sehr gerne mit der Frau Schirken-Gerster, die eine sehr dezidierte Meinung zu haben scheint, die Grundlage unserer konträren Ansichten auf Datenbasis diskutieren. Wenn hauptberufliche Multiplikatoren in ihrer öffentlichen Funktion derart polarisierende, die Beleidigung tangierende Aussagen machen, dann sollten sie eine solide Evidenzbasis dafür haben.
Das ist jetzt kein Derblecken oder Vorführen, sondern die ernst gemeinte Einladung zu einem Dialog und zur gemeinsamen Datenexploration, an der sehr gerne auch die politischen Entscheider teilnehmen dürfen, denen ich allesamt keine schlechte Absichten unterstelle. Ich sehe da die Chance auf eine realistische und differenziertere Sicht der Dinge mit entsprechenden Einstellungs- und Verhaltensänderungen.
Wenn es auch nur Bamberg ist, man muss irgendwo anfangen.
Und ich sag euch, liebe Stadtverantwortliche, so eine gemeinsame Datenanalyse-Session ist alles andere als langweilig.
Wo ist die Freiheit hin gekommen?
Der Mensch ist dem Menschen eine Gefahr, meide Deinen Nächsten! In diesem Tenor ergehen sich Bedford-Strohm und Schick.
Grundrechte nur für Geimpfte, das Lied der Diskriminierung singt inzwischen das halbe Bundeskabinett.
Und das Volk? Es folgt der Angstrhetorik, ignoriert die eindeutigen Daten (z.B. infection fatality rate 0,15%), lässt sich spalten und beschimpft diejenigen, die nichts anderes tun, als die Gefahr realistisch einschätzen und dem in seinen Genen angelegten Verhalten des Menschen folgen, sich in der Gruppe aufzuhalten.
Ich finde es gut, wenn sich Menschen, ob alt oder jung treffen, denn nur in der Gruppe funktionieren wir optimal. Ok, mal von ganz besonderen Exemplaren abgesehen.
Leute, schaut euch einfach mal die Daten an, versucht das Risiko auf dieser Basis zu bewerten. Und vor allem, schmeißt diesen sinnlosen über alle berechneten "Inzidenzwert" in die Tonne.
Stimmt hundertprozentig, die Inzidenz ist als absoluter Wert untauglich und die von der Politik festgelegten "Grenzwerte" zwar runde Zahlen, aber wissenschaftlich nicht belegbar. Absolut unfassbar ist aber, was ein Jahr Pandemie und Bombardement mit Schreckensmeldungen aus vielen Menschen bzw. deren Köpfen gemacht hat.