• Bamberger Restaurant Bruckertshof: Sturm "Ignatz" zerstörte kompletten Biergarten 
  • Inhaber Dominik Weinert eröffnet nun ein Winterland mit Weihnachtsmarkt-Ambiente
  • Geringere Überdachung passt besser zu den Maßnahmen der roten Corona-Ampel

Der Bruckertshof in Bamberg (Messerschmittstraße 17) ist von Oktober-Sturm "Ignatz" schwer gebeutelt worden. Damals zerstörte dieser einen Großteil des Biergartens. Tragisch war das vor allem, weil die Familie nach den Herbstferien "den ersten Bamberger Winterbiergarten" eröffnen wollte. Doch ein neues Konzept ist in Planung. Ab Mittwoch (17. November 2021) soll es weihnachtlich auf dem Gelände werden.

Bruckertshof Bamberg: Sturm "Ignatz" riss die Zelte aus den Heringen

Die Zerstörungswut des Sturms wird Dominik Weinert so schnell nicht mehr vergessen. Er erinnert sich noch, dass er selbst die Heringe nicht mehr aus dem Boden bekam, als er ein Zelt umsetzen wollte. Für Sturm "Ignatz" sei es ein Leichtes gewesen, die Zelte teilweise einen Meter anzuheben. Eine Besucherin habe ihm nach dem Sturm erzählt, wie beeindruckt sie noch von der Stabilität der Zelte gewesen war, bevor sie dann herausgerissen wurden. Erst im August hatten die Weinerts die hochwertigen Zelte aufgebaut. Diese waren während des Sturms glücklicherweise noch nicht ausgepackt. Aus den kaputten Zelten versucht die Familie nun, ein neues zusammenzubauen.

Ob die Versicherung den Schaden übernimmt, wird gerade noch ermittelt. Nach der Aufregung nahm sich die Familie eine zweiwöchige Auszeit. Mit neuem Elan befreit sie jetzt den Biergarten vom Laub und baut "ganz viele Leuchtfiguren, Deko und Christbäume auf", erzählt Inhaber Dominik Weinert. Dass sie jetzt durch die zerstörten Zelte das etwa 400 Quadratmeter große Gelände offener gestalten müssen, kommt ihnen bei der verschärften Corona-Lage sogar zugute. Noch dazu planen gerade viele Betriebe ihre Weihnachtsfeiern: "Deshalb haben wir gesagt, wenn wir im Außenbereich einen großen Weihnachtsmarkt aufbauen, wo man um die Feuerschalen stehen kann, ist das auch eine coole Möglichkeit eine Weihnachtsfeier zu veranstalten ohne im Innenbereich sein zu müssen, wo ja gerade die 3G+-Regeln gelten." 

Daneben wird das Restaurant normal geöffnet und die Hofscheune beheizt sein. Außerdem wird es einen Ausschank in einem Hüttchen im Garten geben, wo man sich Getränke und Essen auf die Hand kaufen kann. Kinder können Briefe an das Christkind oder den Weihnachtsmann in einen Weihnachtspostkasten werfen und erhalten auch eine Antwort.

"Kein Heidelbeer-Glühwein" - Das ist kulinarisch geplant

"Wir wollen immer ein bisschen was anderes machen. Meinem Vater verbiete ich, einen Heidelbeer-Glühwein zu machen, weil das macht jeder", sagt Weinert lachend. "Er hat die Aufgabe, sich was Cooles zu überlegen." 

Weinert weist darauf hin, dass er noch Platz für externe Stände habe. Eine Standgebühr werde nicht verlangt. Interessierte könnten sich per Mail (info@bruckertshof.de) oder unter der Telefonnummer 0951 91795679 melden.

Der Bruckertshof hat viele Gäste und Fans, die nach dem Sturm großes Mitgefühl mit den Weinerts hatten und ihnen viel Energie und Erfolg beim Wiederaufbau wünschten. "Wir lassen uns auf jeden Fall nicht unterkriegen. Das hat man gelernt in den zwei Jahren Covid", sagt Dominik Weinert und freut sich, seine Gäste bald im Bruckertshofer Winterland zu begrüßen.