Bamberg
Nachhaltigkeitsmonat

Bamberg: „Aktiv mitdenken und mitgestalten“ - Monat der Nachhaltigkeit im Juni

Die Stadt Bamberg widmet gemeinsam mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg den Monat Juni der Nachhaltigkeit. So wird unter anderem gezeigt, wie Zahnpasta und Deo zum Selbermachen funktionieren.
Bamberg: „Aktiv mitdenken und mitgestalten“ - Monat der Nachhaltigkeit im Juni
Foto: Mohammad Emami/ Unsplash (Symbolfoto)

Eine indigene Aktivistin, eine Vernissage, Zahnpasta und Deo zum Selbermachen – der Nachhaltigkeitsmonat hat vieles zu bieten. Vor allem aber soll er eines: zum Handeln bewegen, erklärt die Stadt Bamberg.

„Jede Blüte und jede Jugend welkt“, das habe bereits Bertolt Brecht in seinem Gedicht „Alles wandelt sich“ beschrieben. Wandel sei "offenbar die einzige Konstante im Leben – und unser Zeitalter ist geprägt von Veränderungen: Energie-, Ressourcen-, Ernährungs-, Wirtschafts-, Kultur-, Mobilitätswende".

Die Stadt Bamberg und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg veranstalten heuer statt einer Nachhaltigkeitswoche gleich einen Nachhaltigkeitsmonat. Das Motto: „Wege zur Transformation – Werkstätten für den Wandel“.

Im Juni könnten Teilnehmende bei diversen Workshops lernen, wie Zahnpasta oder Deodorants selber hergestellt, wie Pilze gezüchtet oder Solarenergie eigens gewonnen werden können. Darüber hinaus seien verschiedene Vorträge geplant. Am 14. Juni 2022 werde beispielsweise Vândria Borari, eine indigene Aktivistin aus Brasilien über die sozioökologischen Auswirkungen einer rein wirtschaftlich orientierten Umweltpolitik sprechen.

„Wir verstehen den Monat der Nachhaltigkeit als einen offenen Gestaltungsraum“, so Dr. Yelva Larsen aus der Didaktik der Naturwissenschaften an der Universität Bamberg. Sie koordiniere gemeinsam mit den Nachhaltigkeitsbüros von Stadt und Universität den Monat der Nachhaltigkeit.

„Wir haben den Anspruch, dass Teilnehmer:innen nicht nur in der Rolle des ‚Konsumenten‘ Angebote des Nachhaltigkeitsmonats wahrnehmen, sondern aktiv mitdenken und mitgestalten.“

„Mehrere Dozierende waren bei der Planung und Umsetzung eingebunden und nachhaltigkeitsrelevante Themen werden auch in Lehrveranstaltungen integriert“, so Dr. Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin der Universität Bamberg. „Die unterschiedlichen Aktivitäten der Universität und Stadt Bamberg sollen durch den Nachhaltigkeitsmonat vernetzt werden.“

Der offizielle Auftakt starte am Donnerstag, 2. Juni 2022, um 18 Uhr An der Universität 2, Raum 00.25, mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Manfred Miosga. Der Experte für Stadt- und Regionalentwicklung vom Bayreuther Nachhaltigkeits-Netzwerk „forum1.5“ spreche zur Transformationsproblematik.  

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreter:innen der Universität, der Stadt und aus der Zivilgesellschaft soll gemeinsam vor allem die Frage diskutiert werden: Wer trägt die Verantwortung und wer treibt die Transformation?

Am Abend des 2. Junis 2022 werde im Naturkundemuseum zu einer Vernissage der Ausstellung „FunGi Revolution!“ eingeladen. Die Ausstellung zeige das Potenzial von Pilzen als innovativer und noch wenig bekannter Ansatz zur Gestaltung eines menschengerechten 21. Jahrhunderts.

Die Mitmachausstellung wachse während des Monats. Für den 30. Juni sei eine Finissage geplant, bei der gemeinsam mit den Teilnehmenden reflektiert werden würde, welche Reichweite die Aktionen und Diskussionen über den Monat der Nachhaltigkeit hinaus hätten.

Bereits vor dem Auftakt zum Nachhaltigkeitsmonat werde Heinrich Bedford-Strohm, der evangelische Landesbischof für Bayern, über das Zusammenspiel von Kirche, öffentlicher Theologie und Nachhaltigkeit sprechen.

Der Vortrag finde am Montag, 30. Mai, ab 10:15 Uhr im Rahmen einer Vorlesung von Prof. Dr. Björn Ivens und Prof. Dr. Frank Wimmer in der Feldkirchenstraße 21, Raum F21/01.37, statt. Gasthörer seien herzlich willkommen. Eine Anmeldung sei nicht erforderlich.

„Nachhaltigkeit geht jeden etwas an“, sagen Klara Friedel und Thomas Klostermann von den Nachhaltigkeitsbüros von Universität und Stadt. „Mit dem Monat der Nachhaltigkeit schaffen wir eine Plattform für alle. Sie soll Lust machen, selbst den Wandel mitzugestalten.“

Weitere Informationen und das vollständige Programm zum Nachhaltigkeitsmonat 2022 sind zu finden unter: