Es sah aus wie ein echter Horror-Unfall am Sonntagvormittag (30. Oktober 2022) auf der A3 zwischen Schlüsselfeld (Landkreis Bamberg) und Höchstadt (Landkreis Erlangen-Höchstadt) in Fahrtrichtung Nürnberg. Laut News5 waren Autos ineinander verkeilt, Opfer schrien um Hilfe.

Zum Glück handelte es sich allerdings nur um eine Übung, berichtet die Agentur. Eine Übung, die allerdings massiv realistische Züge hatte. Hierfür wurden keine Kosten und Mühen gescheut - denn wie Sebastian Weber, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt gegenüber News5 betonte, sei es wichtig, möglichst wirklichkeitstreue Bedingungen zu schaffen. 

Großübung auf der A3 bei Schlüsselfeld: Unfallszenario mit ineinander verkeilten Fahrzeugen

Aufgrund von Bauarbeiten ist die Autobahn in diesem Bereich aktuell gesperrt. Feuerwehr und Rettungsdienst nutzten diese Gelegenheit, um eine großangelegte Übung auf der A3 durchzuführen. Das Szenario war demnach ein Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen und zahlreichen Verletzten, die teilweise auch in den Fahrzeugen eingeklemmt sind. 

"Die Feuerwehren haben hier eine großangelegte Übung organisiert", erklärte Weber. "In diesem Bereich kommen fast drei Regierungsbezirke zusammen und mehrere Feuerwehren aus drei Leitstellenbereichen." Es sei "wichtig, dass man Landkreis-übergreifend zusammenarbeitet", so Weber weiter. 

Mehrere Autos hätten sich ineinander verkeilt, so sei das Szenario gewesen, dass die Einsatzkräfte auf der A3 vorgefunden hätten. "Viele Verletzte, wobei auch der Rettungsdienst enorme Arbeit geleistet hat, um hier eine übersichtliche Lage abzuarbeiten", so der Sprecher. 

"Liefen schreiend durch die Gegend": Großeinsatz-Szenario im Kreis Bamberg mit vielen Darstellern

Der Rettungsdienst habe "Verletztendarsteller geschminkt, die auch realitätsgetreu in den Fahrzeugen saßen, am Boden lagen, gestellte Zeugen und Unfallbeteiligte, die quasi schreiend durch die Gegend liefen", erzählte Weber. "Rettungsdienst und Feuerwehr mussten alle Patienten sichten, priorisieren und in enger Zusammenarbeit die Personenbefreiung durchführen."

In der Erstmeldung zur Übung seien drei Feuerwehren an die Einsatzstelle gekommen, zwei seien nachgefordert worden, so Weber weiter. Jede Feuerwehr habe schweres Gerät eingesetzt, um Personen aus Fahrzeugen zu retten, erläuterte der Sprecher der Kreisbrandinspektion. 

Wichtig sei gewesen, dass Zusammenarbeit gut funktioniere. "Das Resümee ist gut", zog Weber zum Szenario auf der A3 Bilanz. Das Ganze sei "professionell und gut organisiert" gewesen. An der Crash-Übung bei Schlüsselfeld seien knapp 250 Einsatzkräfte beteiligt gewesen, gut 100 davon von der Feuerwehr. 

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