"Zunächst muss man zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Bürgermeistern unterscheiden", macht Günther Werner vom Sachgebiet Kommunalwesen am Landratsamt Bad Kissingen klar.

Wenn ein Bürgermeister mindestens zwei Wahlperioden - also zwölf Jahre - im Amt war, habe er Anspruch auf einen Ehrensold ab dem 60. Lebensjahr. Das gelte aber nur für Amtsträger, die ihren Job ehrenamtlich - also neben ihren eigentlichen Beruf - ausgeübt haben. Der Ehrensold werde aus dem laufenden Haushalt der Gemeinde bezahlt und betrage grundsätzlich ein Drittel des Geldes, dass der Bürgermeister monatlich während seiner Amtszeit erhielt.

Anders sei es, wenn ein Bürgermeister hauptamtlich sein Amt ausgeübt hat. "Nach einer Amtszeit von mindestens zehn Jahren geht der Bürgermeister in Pension, egal wie alt er ist", erklärt Werner. Die Höhe der Ansprüche orientiere sich an den geleisteten Dienstjahren. Die Pension werde vom Bayerischen Versorgungsverband gezahlt, an den wiederum die Gemeinden Umlagen zahlen.

Allgemein gilt: Der hohe Einsatz, den ein Bürgermeister während seiner Amtszeit leistet, rechtfertigt die Ansprüche wie Pension oder Ehrensold.