Das Wasserrad in Schmalwasser ist ein beliebter Ausflugspunkt für Einheimische und Gäste. Jetzt wird der gesamte Bereich auf Vordermann gebracht. Ehrenamtliche engagieren sich, um das idyllische Kleinod zu erhalten und neu zu gestalten.

Vor gut 30 Jahren wurden in dem Bereich, der von Schmalwasser aus in gut 20 Minuten zu Fuß zu erreichen ist, Feuchtbiotope angelegt. Ein Brunnen hatte vorher schon dort gestanden. Roman Fuchs erinnert sich, dass es ein alter Dorfbrunnen war, der im Grunde übrig und zum Wegwerfen zu schade war. Die Quelle wurde gefasst und ein Rundweg angelegt.  "Damals war der Fremdenverkehr in Schmalwasser im Kommen. Busweise wurden die Touristen zu uns gebracht." 

Als der Tourismus boomte

Die Schmalwasserer haben zur damaligen Zeit viele Ferienwohnungen und Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Um den Gästen auf dem Rundweg eine Aufenthaltsmöglichkeit zu bieten, wurde am Brunnen ein Wasserrad aufgestellt. Für Kinder gab es Spielgeräte und die Eltern Ruhebänke. Herrliche Dorffeste wurden dort gefeiert. Nach dem großen Heimatfest im Jahr 2006 wurde die ehemalige Wäschekammer zum Platz am Wasserrad gebracht und dort als "Vereinsheim" aufgestellt. Das Gebäude diente bei künftigen Festen zur Essensausgabe.

Schon seit einiger Zeit war klar, dass das Wasserrad in die Jahre gekommen und erneuert werden müsse. Bürgermeisterin Sonja Reubelt brachte den Stein ins Rollen und schlug dem Heimatverein vor, den gesamten Bereich neu zu gestalten und sich um eine Finanzierung über das Regionalbudget der Kreuzbergallianz zu bewerben. Es wurde ein Konzept erarbeitet. Steffen Zehe, der Vorsitzende des Heimatvereins fand eine Reihe ehrenamtlich Engagierter aus allen örtlichen Vereinen, die sich bereit erklärten mit anzupacken.

Teich blieb erhalten

In Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde wurde beschlossen, den oberen Teich zu erhalten und den unteren nach der Laichzeit nicht weiter zu nutzen, sowie die Quellfassungen zu erneuern. Auch das alte Wasserrad soll erneuert werden, eine Steintreppe als Wasserüberlauf und als Spielbereich für Kinder angelegt werden. Ruhebänke, Liegen und neue Spielgeräte werden angeschafft, um auch künftig Familien mit Kindern einen Spiel- und Erholungsbereich bieten zu können. Der alte Brunnentrog werde saniert, um an die Geschichte der alten Dorfbrunnen zu erinnern.

Zeitplan bis September

Bis September müssen alle Arbeiten abgeschlossen sein, um über das Regionalbudget des Amtes für ländliche Entwicklung und der Kreuzbergallianz einen Zuschuss in Höhe von 9900 Euro, das sind 80 Prozent der Gesamtkosten, zu bekommen. Der Heimatverein hat die Verantwortung übernommen, doch auch die anderen örtlichen Verein bringen sich in das Projekt ein. So plant der Club`74 ein Insektenhotel über die Jugendarbeit am Wasserrad zu installieren. Der rund 2,5 Kilometer lange Rundweg ist als Dorfrunde beschrieben und soll durch die Sanierung des Bereichs rund ums Wasserrad als Naherholungs- und Freizeitbereich für Schmalwasser erhalten bleiben. Für das Jahr 2022 ist wieder einmal ein größeres Fest geplant, um die neue Anlage zu feiern.