Der Marktgemeinderat besprach in der vergangenen Sitzung zahlreiche Themen. Bei allen Tagesordnungspunkten herrschte Einstimmigkeit im Gremium.
Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Markt Burkardroth beschäftigte sich das Gremium mit Bauanträgen, Wasserzählern, Straßenausbau und dem Feuerlöschwesen. Außerdem stellte sich die neue Gemeindejugendpflegerin vor und die Gemeinderäte erhöhten die diesjährige Fördersumme für die Bücherei.
Weil die Eichzeiträume abgelaufen waren, beschloss der Markt vor einigen Jahren umweltverträgliche und bleifreie Ultraschallwasserzähler mit Fernauslesung als neue Zähler zu verbauen. Allerdings sorgen die per Funk auslesbaren Zähler für Diskrepanzen. Laut der Rechtslage besteht ein Widerspruchsrecht für den Einbau solcher Geräte. Im Markt haben davon knapp 50 Einwohner Gebrauch gemacht.
Mehrkosten wegen Widerspruch
Sie erhalten nun Ultraschallwasserzähler mit ausgeschaltetem Funkmodul. Das bringt für die Hauseigentümer Mehrkosten mit sich. Denn die Wasserzähler mit ausgeschaltetem Funkmodul müssen von Mitarbeitern des Marktes abgelesen werden. Auch die Nacheichung bringt zusätzliche Kosten mit sich. Insgesamt belaufen sich diese auf 64,80 Euro pro Jahr. Zahlen müssen das allerdings lediglich diejenigen, die sich für Zähler mit ausgeschaltetem Funkmodul entschieden haben. Die Summe kommt zur Grundgebühr hinzu.
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Außerdem einigten sich die Räte auf den Umfang der Straßen- und Tiefbauarbeiten in der Bergstraße und in der Brunnengasse in Wollbach. "Der Kanal ist dort seit längerem überlastet", sagte Heiko Schuhmann, der Kämmerer der Kommune. In der Vorberechnung belaufen sich die Kosten für den Kanal laut Schuhmann auf etwa 1,4 Millionen Euro. Weil die Straßendecke dafür in großem Stil geöffnet werden muss, stellten sich die Gemeinderäte der Frage, ob nicht der Vollausbau beider Straßenstücke sinnvoll wäre. Das Gremium entschied sich für einen Vollausbau. Neben dem neuen Kanal sollen neue PVC-Leitungen für das Wasser und weitere Gasleitungen in die Erde kommen. "Die Stadtwerke stehen bereits Gewehr bei Fuß", sagte Bürgermeister Waldemar Bug (ödp).
2. Bürgermeister Daniel Wehner (CSU) fragte nach, ob ein Ausbau des Glasfasernetzes vorgesehen sei. "Das müsste man mit der Telekom besprechen", sagte Bug. Die Räte entschlossen sich dazu, Leerrohre für die Glasfaserkabel mit zu verbauen. Die genauen Kosten für die Erneuerung der Infrastruktur und der Beginn der Bauarbeiten ließen sich wegen des frühen Planungsstadiums laut Schuhmann noch nicht nennen.
Im Bereich der Bergstraße will der Markt zudem einen Regenüberlauf unter die Straße bauen. Dabei handelt es sich um ein Bauwerk aus Beton, mit dem die Kommune starken Niederschlägen die Stirn bieten möchte. Der Überlauf ist in zwei Bereiche gegliedert. Im Bauwerk selbst laufen keine Rohre. Links läuft das Regenwasser in einer Betonsohle. Regnet es stark, schwappt das Regenwasser über ein Mäuerchen im Bauwerk und fällt in die rechte Kammer. Von der dortigen Betonsohle trifft es auf das Rohr, welches das Regenwasser dann in die Wollbach ableitet.
Geld für die Wehren
Unterstützung signalisierte das Gremium den beiden Feuerwehren aus Gefäll und Frauenroth. "An der Gefäller Tragkraftspritze von 1999 sind Reparaturen notwendig, die liegen ungefähr bei 1900 Euro", sagte Bug. Eine Neue liegt bei rund 11 000 Euro und wird mit 4700 Euro bezuschusst. Weil die Gefäller Wehr demnächst ein neues Feuerwehrauto erhält und die genauen Reparaturkosten noch nicht feststehen entschloss sich der Gemeinderat dazu, den Gefäller Wehrleuten eine neue Tragkraftspritze zu beschaffen.