Für die Musikfreunde in der Region ging es am Wochenende Schlag auf Schlag. Das Kult-Festival "ab geht die Lutzi" hatte erneut zur zweitägigen Mega-Party geladen. Und alle waren sie gekommen: Lieblinge der lokalen Szene wie "Rick Tick Evil" oder die "Bambägga", aber auch nationale Größen wie "Itchy" oder "Madsen". Mit "The Baboon Show" zog das Spektakel dieses Jahr sogar Künstler aus dem fernen Stockholm an.


Neuerungen kamen an

 




Manchmal bedarf es eines Blickes von oben, um Dinge klarer und ein echtes Gesamtbild zu sehen. Im Fall des "ab geht die Lutzi"-Festivals in Rottershausen, verschaffte eine Hebetribüne den Akteuren hinter den Kulissen eine solche Gelegenheit. Das, was man da in luftiger Höhe erblicken konnte, bestärkte jedoch den bereits gefestigten Eindruck zu ebener Erde: Das Generationentreffen vor den drei Bühnen hat auch 2017 bewiesen, dass eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft Immenses bewegen kann. 18 Bands und sechs DJs sorgten auf drei Bühnen für ausgelassene Stimmung.

"Dieses Jahr hat die Veranstaltung noch einmal deutlich zugelegt", zieht Festival-Chef Christian Stahl am frühen Sonntagmorgen Bilanz. Am gesamten Wochenende dürften es ersten Hochrechnungen zufolge mehr als 7000 Gäste gewesen sein. Überzeugt hätte sie auch so manche Neuerung. "Der erstmals durchgeführte Freestyle-Battle, der am späten Samstagnachmittag auf der Zeltbühne ausgetragen wurde, war ein voller Erfolg." Gleiches gelte auch für das neue Bühnenkonzept, das alte Genre-Trennungen zugunsten einer bunten Mischung auf dem Gelände aufgab.

"Die Hip Hopper auf der Hauptbühne kamen sehr gut an. Die Zeltbühne wiederum war in diesem Jahr ebenfalls extrem gut besucht." Bezahlt gemacht habe sich auch der große Aufwand, der in das deutlich größere Camping-Areal gesteckt wurde. Ganze fünf Hektar umfasste das neue "Besucherdorf" am Rande des Sportplatzgeländes und war damit gut viermal so groß wie das eigentliche Festivalareal. "Das dürfte nun für einige Jahre ausreichen", sind sich Stahl und seine Mannschaft sicher.