Dichter Verkehr wird zur Falle: Drei Verletzte bei Unfällen auf A6

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Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich auf der A6 in Mittelfranken drei Auffahrunfälle mit insgesamt acht beteiligten Fahrzeugen. Die Bilanz: drei Verletzte und hoher Sachschaden.

Jede Menge zu tun hatte die Verkehrspolizei Ansbach (VPI) am Freitagnachmittag (17. April 2026) auf der A6 im Gemeindebereich Aurach. Innerhalb weniger Stunden mussten die Beamten gleich dreimal ausrücken. 

Bei dichtem Verkehr kam es zu einer Serie von Auffahrunfällen mit drei Verletzten und einem hohen Gesamtschaden, wie die VPI am Samstag (18. April) mitteilt.

Aurach: Auffahrunfälle auf A6 - drei Verletzte, hoher Schaden

Laut Verkehrspolizei ereignete sich der erste Unfall gegen 15.30 Uhr zwischen der Rastanlage Frankenhöhe und der Ausfahrt Aurach in Fahrtrichtung Nürnberg. Ein 57-jähriger Fahrer eines Mitsubishi aus Crailsheim musste verkehrsbedingt abbremsen. Die nachfolgenden Fahrzeuge reagierten zu spät, sodass es zu einem Auffahrunfall kam, in den insgesamt fünf Autos verwickelt waren.

Den Angaben zufolge wurden dabei zwei Personen leicht verletzt: eine 25-jährige Fahrerin eines Audi aus Hof sowie eine 47-jährige Mitfahrerin in einem BMW aus Crailsheim. Beide wurden vom Rettungsdienst zur Untersuchung ins Klinikum Ansbach gebracht.

Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 60.000 Euro. Mehrere Abschleppdienste waren im Einsatz. Erst wenige Tage zuvor hatte sich auf der A6 bei Aurach ein schwerer Unfall mit sechs Verletzten ereignet. Ein von einem Militärfahrzeug verlorenes Teil auf der Fahrbahn hatte am Donnerstag, 10. April 2026, zu einem Massenunfall zwischen vier Fahrzeugen geführt, bei dem eine Person mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste.

Zu langsam reagiert - Lenkung verrissen

Der VPI Ansbach zufolge ereignete sich um 18.05 Uhr ein weiterer Auffahrunfall zwischen der Ausfahrt Feuchtwangen Nord und der Rastanlage Frankenhöhe. Eine 26-jährige Fahrerin eines Skoda Yeti aus Baden-Württemberg musste auf der linken Spur abbremsen.

Ein nachfolgender 31-jähriger Fahrer eines Peugeot aus Lichtenfels reagierte nicht schnell genug und fuhr auf den Skoda auf. Der Lichtenfelser wurde dabei leicht verletzt und zur Untersuchung ins Klinikum Ansbach gebracht. Der Sachschaden wird auf etwa 11.000 Euro geschätzt.

Nur einen Augenblick später kam es zu einem weiteren Unfall. Ein 52-jähriger Fahrer eines Ford mit Schweizer Zulassung verriss offensichtlich beim starken Abbremsen die Lenkung und schleuderte in die Mittelschutzplanke. Er blieb unverletzt, der Schaden beträgt etwa 8000 Euro.

Die A6 in Mittelfranken ist immer wieder Schauplatz schwerer Unfälle. Im Januar 2026 starb ein Mensch in einem brennenden Auto bei Nürnberg, im Februar kam ein Lkw auf spiegelglatter Fahrbahn von der Strecke. Ende Januar wurde ein 69-Jähriger auf dem Standstreifen von einem Transporter erfasst und tödlich verletzt.

Vorschaubild: © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa (Symbolbidl)