Auch wenn die Corona-Zahlen wieder am Steigen sein, sei der Termin beibehalten worden, sagte Vorsitzender Matthias Hüttl bei der Jahreshauptversammlung des TSV in der weitläufig bestuhlten Mehrzweckhalle. Er hob Melissa Schultz, Werner Fischer und Kevin Voll hervor, die akribisch immer wieder Hygienekonzepte erstellt, angepasst und umgesetzt hätten. Die Übergaben und Rücknahmen zwischen Hallenverwalter und Mieter seien äußerst zeitaufwendig und nervenaufreibend. Dies habe zur Entscheidung geführt, in erster Linie nur noch größere Veranstaltungen anzunehmen, welche sich auf zwei im Monat beschränken werden.

"Der Schwerpunkt im vergangenen Jahr war sicher wieder unser Sommerfest", sagt Hüttl. Das Johannisfeuer hätte aufgrund der großen Trockenheit abgesagt werden müssen. Der Vorsitzende regte deshalb an, Ort und Termin der Veranstaltung zu ändern. Aus seiner Sicht eigne sich die räumliche Nähe zum Herbert-Neder-Sportpark, wo es eine Küche und Toiletten gebe. Der Fasching sei ein Highlight gewesen, danach hat die Pandemie alles zum Stillstand gebracht. Nach einer langen Zeit der Stagnation hätte man mit Tennis und Leichtathletik wieder starten können. Die sportfreie Zeit sei sinnvoll genutzt worden, um das Projekt "Ball-Fangzaun" umzusetzen. Ein weiteres Projekt werde die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED-Technik sein.

Hüttl erinnerte an die Auszeichnung des Vereins im letzten Jahr mit der "Goldenen Raute" und an das Saisonziel "Wiederaufstieg", das die Fußballer mit Bravour geschafft hätten. In seinem Bericht bezeichnete Schatzmeister Frank Mersdorf 2019 als ein ganz normales Jahr für den Verein. Die Haupteinnahmen lagen bei Jahresbeiträgen, Förderungen und Eintrittsgelder, Ausgaben bei Sportbetrieb, Verbandsausgaben, Schiedsrichter-, sowie Melde- und Startgebühren. "Wir haben zwar noch Rücklagen, aber wirtschaftlich gesehen ist 2020 natürlich eine Katastrophe", beschrieb Mersdorf die Situation. "Was Geld einbringt, fand nicht statt, die Kosten laufen weiter und für Hygienemaßnahmen kommen noch weitere dazu", sagte die Finanzverwalterin Sonja Kamperdicks.

Sportliches: Die Tennisabteilung hat aktuell 92 Mitglieder, davon 52 Aktive und hatte noch zwei Tage vor dem Lockdown ihre Abteilungsversammlung abgehalten. Tennis hatte eine Sonderrolle, am 11. Mai begann man wieder zu spielen. Die Kegelabteilung nahm mit einer Mannschaft an der Runde teil, aktuell konnte keine Mannschaft gemeldet werden. Das Kinderturnen sei sehr populär und sei gleichzeitig Vorstufe zur Tanzgarde oder zu Sportarten wie Tennis bzw. Leichtathletik. Schwitz-Dich-Fit und Sportspiele zählen zu den Angeboten von Anette Appel. Sie blickte gleich auf die vergangenen 20 Jahre zurück, in denen so manche Übung zum Klassiker geworden sei.

"Das Deutsche Sportabzeichen gewinnt immer mehr Bedeutung bei Bewerbungen", berichtete Werner Fischer. 96 Personen hätten sich bereit erklärt es zu machen, 83 hätten es letztendlich errungen. Werner Fischer ist gleichzeitig Jugend-Abteilungsleiter. Er bedankte sich bei den Betreuern, Fahrern und allen, die sich im Jugend-Fußball engagieren. Man nehme in allen Altersklassen von U7 bis U18, teilweise mit zwei Mannschaften und Spielgemeinschaften durchaus erfolgreich am Spielgeschehen teil.

Kevin Voll berichtete vom Aufstieg und den Feierlichkeiten der I. Mannschaft. Neuzugänge seien dazu gekommen, der Kader habe 40 Spieler und sei breit gefächert. Auch der Trainer habe seinen Vertrag schon verlängert und die Richtung zeige nach oben. Die Abteilung Leichtathletik bestehe aus drei Trainingsgruppen und aktuell herrsche Aufnahme-Stopp. Es wurde der Wunsch nach einer Hochsprung-Matte in Oberthulba von den Verantwortlichen vorgetragen.

Bürgermeister Mario Götz wies auf die Wichtigkeit von Sport und Vereinsleben für die Gesellschaft und das dörfliche Leben hin. Im TSV sei für jeden etwas dabei und auch die Jugendarbeit komme nicht zu kurz. Er versprach die obligatorische Sportlerehrung nachzuholen und nahm gerne die Schirmherrschaft beim Fest "50 Jahre Sportplatz" im nächsten Jahr an. Der Vorsitzende wies auf nachfolgende Veranstaltungen im neuen Jahr hin: 18. Juni JHV mit Neuwahlen.04. Juli TSV Sommerfest und 23. - 24. Juli 50 Jahre Sportplatz. Hüttl verabschiedete Ursula Beiersdörfer und Ingeborg Zwecker. Die beiden hätten seit vielen Jahren dafür gesorgt, dass Halle und Sportheim immer tipptopp sauber gewesen seien.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften: 25 Jahre dabei sind Franziska Spahn, Norbert Spahn und Wolfgang Krawczyk. 40 Jahre : Karin Weigand, Oliver Noelte, Helmar Hüfner und Hans Hohn. 50 Jahre: Edith Wunder, Hannelore Mersdorf, Bernd Metz, Klaus Blum und Michael Straub.