In seiner Begrüßung betonte Gerd Zeitler, im Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, "dass sich der Verein insgesamt weiter zum Positiven entwickelt hat", was aber nur möglich gewesen sei, weil sich alle Mitglieder in das Vereinsleben auf vielfältige Weise eingebracht hätten. Das habe sich insbesondere beim letztjährigen Stadtfest gezeigt, das auch in finanzieller Hinsicht ein Erfolg gewesen sei.

Derzeit hat der zweitgrößte Verein im Landkreis ca. 1300 Mitglieder, von denen ca. 600 jünger als 18 Jahre seien. Diese Jugendlichen seien die Basis für das eigenständige Weiterleben des TSV. "Von den derzeit 11 000 Vereinen im BLSV hat nach Prognosen nur zwei Drittel mittelfristig aufgrund des demographischen Wandels eine Überlebenschance" (Zeitler). Er hob vielfältige außersportliche Aktivitäten hervor, wie zum Beispiel die Erstellung von "TSV-Aktuell", die vereinseigene Homepage, vorgenommene Investitionen (Gaststättenrenovierung, Ballfangzaum am Nebenplatz, die Bestuhlung des Biergartens), sowie die verschiedenen Partnerschaften (Gymnasium, Stadt, Dominikus-Ringeisen-Werk). Sein Dank gelte allen, die sich aktiv oder finanziell eingebracht haben.

Weniger Übungsleiter

Günther Scheuring, verantwortlich im Vorstand für den sportlichen Bereich, konnte über viele Erfolge der einzelnen Abteilungen berichten, die allerdings weitere Übungsleiter benötigten. "Es waren schon einmal 30, jetzt sind es leider nur 18, wobei die Zuschüsse für Übungsleiter vom Staat erhöht worden sind". Die Zusammenarbeit mit den Abteilungsleitern sehr hervorragend, diese wären die Garanten für die Existenz der einzelnen Sportarten. Bei den Berichten der einzelnen Abteilungen wurde deutlich, dass beim TSV nicht nur der Breitensport gepflegt wird, sondern auch viele sportliche Erfolge zu verzeichnen waren. Aber auch der Gesundheitssport habe seine Berechtigung, dass die Herzsportgruppe wegen der großen Nachfrage derzeit keine neuen Mitglieder aufnehmen könne, beweise, dass der Verein inzwischen nicht nur um Meisterschaften und hochwertige Erfolge kämpfe.
Etwas überrascht waren die Mitglieder, dass sie nach einem Jahr schon wieder einen neuen Vorstand "Finanzen" wählen mussten. Vor zwei Jahren hatte Johannes Wolf das Amt kommissarisch übernommen. Vor zwölf Monaten wurde er gewählt, doch wurde diese Wahl wegen eines Formfehlers vom Vereinsregistergericht nicht anerkannt, Wolf war also weiter kommissarisch im Amt. "Ich lege heute trotzdem einen Kassenbericht vor", erklärte der Torhüter der ersten Mannschaft schmunzelnd, "die Zahlen sind insgesamt beeindruckend und für einen Verein eindrucksvoll".
Er konnte von einem leichten Minus im Gesamtergebnis berichten, was aber in einigen außergewöhnlichen Ausgaben, wie z. B. der erstellten Festschrift, begründet sind. Die Entlastung erfolgte einstimmig. Der Wahlausschuss hatte bei der Neuwahl ein leichtes Amt, denn Wolf stellte sich erneut ohne Gegenkandidaten zur Verfügung und darf fortan das Wort Kommissarisch streichen.
"Es freut mich sehr, dass ein so junger Mensch diese verantwortliche Funktion übernimmt", strahlte Vorstandssprecher Roland Ballner, "dass diese Wahl kein Risiko ist, haben die vergangenen beiden Jahre bewiesen".
Ballner stellte danach die Vereinschronik vor, die 300 Seiten starke Festschrift wird in der kommenden Woche der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt. Die Vereinsführung hofft, dass die Nachfrage groß ist, der Preis von 19,90 Euro sei angesichts dessen, dass die Chronik auch ein Rückblick auf das städtische Leben insgesamt ist, auch für Nicht-Mitglieder interessant. Roland Ballner bat um Werbung für die Festschrift und forderte alle Mitglieder auf, Reklame für die verschiedenen Veranstaltungen zu machen.