Knallig bunt und dicht gedrängt ging es in der Federgasse, auf der Kreuzberg- und Riemenschneiderstraße zu, als sich am Sonntag der Gaudiwurm durch den Ort schlängelte. Und die Narren standen in Scharen am Straßenrand und tanzten fröhlich mit.

Es jubelten Maya-Krieger, dass die Welt nicht untergegangen war, Hippies mit rosa Sonnenbrillen predigten ihre Botschaft vom "Summer of Love" und Horden von Nikoläusen und Vampiren trumpften musikalisch groß auf. Besonderer Spott kam dieses Jahr übrigens von der anderen Saale-Seite. "Da in Steinach kein Nachwuchs war, drum kommt aus Roth das Prinzenpaar." Kritisch kommentiert wurde die Ärztesituation in Burkardroth: "Wir sind dann mal weg!"

"Ich bin bestimmt seit 18 Jahren immer in Steinach beim Umzug dabei", meint Bernd Jordan, der sich gerade mit einem Becher Glühwein aufwärmt. Und warum gerade Steinach? "Stänich! Jawohl, Stänich", ruft Stimmungsrakete Theresa begeistert, als die ersten Fußgruppen vorbeilaufen. So feiert man eben in Steinach Fasching.