Der Stadtwald auf dem Heroldsberg und dem Ofentalerberg ist nicht nur als Naherholungsgebiet wichtig. Mit seinen Nordic-Walking-Wegen und dem Zugang zu den geheimnisvollen Figuren erfüllt er auch touristische Aufgaben. Deshalb ist es der Stadt wichtig, dass diese Wege erhalten werden, wenn Teile des Stadtwalds künftig zur Kernzone des Biosphärenreservats Rhön gehören und ein Naturschutzgebiet bilden.

"Wir wollen, dass diese Wege nicht rausfallen", sagte Bürgermeister Ernst Stross (SPD) bei einer Besichtigung im Wald. Diese Forderung wird die Stadt gegenüber der Regierung von Unterfranken noch einmal deutlich machen, da die geplante Verordnung über das Naturschutzgebiet bei etlichen Stadträten für Unklarheiten gesorgt hatte. "Trampelpfade, die mit der Zeit entstanden sind, werden aber nicht erhalten", erklärte Hubertus Tumpach.

Der Leiter des städtischen Forstbetriebs erläuterte den Mitgliedern des Bau-, Forst- und Umweltausschusses den Verlauf der Kernzone. Laut Tumpach stellt Hammelburg nicht ganz 51 Hektar Wald zur Verfügung. Die Fläche ist gegenüber der ursprünglichen Planung leicht geändert worden, auch damit der AMSC das Gelände ohne Einschränkungen nutzen kann. So ist jetzt nicht nur der Steinbruch, sondern zusätzlich auch noch ein 15 Meter breiter Streifen aber der Bruchkante aus der Kernzone herausgenommen.

Durchforstungsaktion

Aktuell läuft im Stadtwald noch eine Durchforstungsaktion. Sie endet am 15. Juli. Bereits seit Anfang des Monats wird kein Holz mehr eingeschlagen. Tumpach: "Beim Hiebsatz sind wir unterhalb dessen geblieben, was möglich wäre."

Nach der Durchforstung werden der Örtelweg, der Theresienthalweg und der Geißlesbergweg hergerichtet. Am Geißlesbergweg ist außerdem ein Biotop angelegt. Es soll das Wasser, das bei Regen den Hang hinabläuft auffangen.

Wie wichtig ein mit Wegen gut erschlossener Wald ist, erklärte Wilhelm Schmalen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. "Für die Waldbewirtschaftung ist es notwendig, dass man auf einfache Weise in den Wald kommt", sagte Schmalen. Denn dann kann laut dem Fachmann Holz naturverträglich aus dem Wald geholt werden, ohne auf große, radikale Aktionen warten zu müssen.