In Sachen Stimmung ist das "Kommando zurück" allemal ein Schritt nach vorne. "Für das Heimspiel am Samstag (19 Uhr) gegen den TSV Mimmenhausen sowie für die weiteren Auftritte bis zur Weihnachtspause haben wir vom Gesundheitsamt Bad Kissingen die Genehmigung, das Spiel unter 2G plus-Bedingungen mit maximal hundert Zuschauerinnen und Zuschauern pro Spiel durchführen zu dürfen", sagt mit Olly Wendt der Teammanager der Hammelburg Volleys.

Wie bereits beim Heimspiel gegen den TSV Grafing, haben also nur genesene und geimpfte Zuschauer Zutritt zur Veranstaltung, die zusätzlich einen tagesaktuellen Schnelltest vorweisen können. Zudem müssen in der Saaletalhalle FFP2- Masken getragen werden. Die Regelung gilt für Erwachsene und Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren. Kinder unter zwölf Jahren sind aufgrund der regelmäßigen Testungen in der Schule von der Regelung ausgenommen.

Eine im ersten Moment überraschende Wende, nachdem es zunächst von Seiten der bayerischen Staatsregierung geheißen hatte, dass ab Sonntag, 5. Dezember, überregionale Sportereignisse ohne Publikum stattzufinden hätten. Und als Zweitligist stehen die Hammelburg überdies offiziell im Rang eines Profi-Teams, auch wenn die Spieler reine Amateure sind. Sogenannte Geisterspiele wären also die Folge gewesen.

Aber die aktuelle Änderungsverordnung der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) erläutert Folgendes: Überregional sind Sportveranstaltungen von Wettbewerben und Ligen, in denen bayerische Mannschaften oder bayerische Sportler (auch) gegen außerbayerische Mannschaften oder Sportler antreten. Solange in der entsprechenden Liga auch außerbayerische Mannschaften teilnehmen, gilt auch die Begegnung zweier bayerischer Mannschaften als überregional. Groß ist eine Sportveranstaltung, wenn zu ihr unter den Maßgaben der 15. BayIfSMV regelmäßig nach der Kapazität der Sportstätte mehr als 500 Zuschauer kommen könnten.

Veranstaltungen die unter die obigen Bedingungen fallen, müssen als Geisterspiele stattfinden. Die Spiele der 2. Volleyball-Bundesliga Süd sind zwar überregional, gelten allerdings nicht als "groß", da zu Heimspielen regelmäßig nicht mehr als 500 Zuschauer kommen.