SG Oberschwarzach/Wiebelsberg - TSV Münnerstadt 3:2 (1:2). Tore: 1:0 Sebastian Reinstein (2.), 1:1 Sebastian Schubert (15.), 1:2 Lukas Schmittzeh (42.), 2:2 Noah Wagner (91.), 3:2 Simon Müller (93.).

"Die Niederlage war nicht nur wegen der zwei späten Gegentreffer unglücklich. Sie war auch unverdient, weil wir die spielerisch bessere Mannschaft waren", informierte TSV-Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh. Die Gäste gerieten zwar früh in Rückstand, als nach einer nicht perfekten Kopfballabwehr Sebastian Reinstein das Leder vor die Füße fiel, doch dies beeindruckte sie wenig. Sie übernahmen sofort die Initiative, haderten mit einer Schiedsrichterentscheidung, als der heimische Keeper Louis Stumpf den Ball deutlich außerhalb des Sechzehners mit der Hand abblockte (5.). Doch sie schafften den Ausgleich, als Tobias Kröckel einen Zweikampf im Mittelfeld gewann, Sebastian Schubert steil schickte, der den Goalie umkurvte und einschob.

Von Seiten der Pletzherren war über die gesamte Spielzeit nur Fußball nach dem Motto "kick and rush" zu sehen, wobei kopfballstarke Angreifer wie Eric Renno gesucht wurden. Als kurz vor dem Seitenwechsel Lukas Schmittzeh ein Solo startete, zwei Gegenspieler aussteigen ließ und dann einen 20-Meter-Schuss in den Winkel setzte, durfte die Führung niemanden überraschen.

Chancen bleiben ungenutzt

Auch nach der Pause zeigten die Lauertaler den filigraneren Fußball, nutzten allerdings einige Chancen zum Leidwesen ihres Coaches Goran Mikolaj nicht. Um den möglichen fünften Saisonsieg abzusichern, wurden in der Schlussphase der etatmäßige Abwehrchef Sebastian Köhler und für den Angriff Torjäger Simon Snaschel eingewechselt. Beide feierten nach langer Verletzungspause ihre Saisonpremiere.

Die Platzherren, die auf ihren verletzten Spielertrainer Alexander Greß verzichten mussten, suchten über alle Arten von Standards zum Ausgleich zu kommen. Und tatsächlich war ein Freistoß, hoch in den TSV-Sechzehner hineingehoben, Ausgangspunkt des Ausgleichstreffers. Und es sollte aus Sicht der SG noch besser werden, denn sie bekam nochmals einen Freistoß zugesprochen, dessen Entstehung eher zweifelhaft war. Und da bewies ihr Spielertrainer Simon Müller Torinstinkt.

"Die Jungs sind jetzt natürlich geknickt, nicht nur wegen der Niederlage, sondern weil sie über die gesamte Spielzeit sehenswerten Fußball gezeigt haben, dem man dem Gegner eher absprechen muss"; sagte Informant Rainer Schmittzeh.

Münnerstadt: Warthemann - Sperlich, Weber, L. Schmittzeh, Pöhl (58. Back) - J. Markert, Kröckel, Lu. Katzenberger (78. Snaschel), Radi - Schubert, Quinones (78. Köhler).

FC 06 Bad Kissingen - TSV Großbardorf II 0:0.

Gerechte Punkteteilung zwischen dem FC 06 Bad Kissingen und dem TSV Großbardorf II, wie sowohl Tim Herterich, Trainer der Hausherren, und Bardorfs Trainer Klaus Seufert übereinstimmend bestätigten. "Es war ein klassisches 0:0-Spiel, in dem beide Mannschaften sich nur wenige Torchancen erspielen konnten", urteilte der Kissinger Coach. Seufert berichtete von einer Großchance der Seinen in Halbzeit eins durch Fabian Mainberger, der allein vor Kissingens Schlussmann Jan Hofmann auftauchte, aber an diesem scheiterte. "Da hätten wir in Führung gehen müssen", meinte der Bardorfer Coach.

Herterich bemängelte die teilweise fehlende Energie in seiner Mannschaft. "Da merkte man, dass das Pokalspiel unter der Woche noch in den Knochen der Spieler steckte. Das ist aber nach dieser Anstrengung menschlich und zu verstehen. Deshalb auch kein Vorwurf an meine Mannschaft, die sich trotz der weitaus größeren Spielanteile keine klare Torchance erspielen konnte."

Mehr Spielanteile vor der Pause

Während die Gäste nach Ansicht ihres Trainers vor der Pause mehr Spielanteile hatten, war dies nach dem Wechsel anders. "Da waren die Platzherren spielbestimmend und hatten mehr Möglichkeiten. Aber einmal rettete Jan Leifer auf der Linie und unser Keeper Luca Sturm zeigte einige gute Paraden und rettete uns dadurch einen Punkt." Mit der Einstellung seiner Akteure war Seufert sehr zufrieden und auch mit der Leistung in Halbzeit eins. "Die war da besser als in den zweiten 45 Minuten. Das torlose Unentschieden geht in Ordnung. Mit dem Punktgewinn bin ich auch zufrieden."

Nach diesem Unentschieden sind beide Team weiterhin punktgleich, beide haben zwölf Zähler und weisen ein ausgeglichenes Konto (3 Siege, 3 Unentschieden und 3 Niederlagen) auf.

Bad Kissingen: Hofmann - Schmitt, Fella (60. Fischer), Heilmann, J. Hüfner, Bayer, L. Hüfner, Albert (78. Rödl), Eschenbacher, Kiesel, Krettek.