Von Läufern für Läufer. Unter diesem Motto stand wieder die vierte Auflage des Hammelburger Osterlaufes, von den Tausendfüßlern des TV/DJK Hammelburg vorbildlich organisiert. Im Hauptlauf über exakt zehn Kilometer setzte sich bei den Männern Lokalmatador Markus Unsleber durch, der damit zum vierten Mal hintereinander gewann. Bei den Frauen siegte Carmen Förster vom SV Würzburg 05 mit neuem Streckenrekord. "Die Teilnehmerzahl bewegt sich mit rund 200 Sportlern auf dem Niveau der letzten Jahre", sagte Organisator Jörg Jädicke, der mit der Resonanz durchaus zufrieden war. Rund 50 Helfer sorgten bei der beliebten Laufveranstaltung für perfekte Rahmenbedingungen. Aber gegen die empfindlich kühlen Temperaturen um den Gefrierpunkt, die sich bei dem eisigen Ostwind noch viel kälter anfühlten, waren auch sie machtlos.


Markus Unsleber zeigte sich auf dem attraktiven Kurs durch das Saaletal resistent gegen die Kälte. Der 37-Jährige vom TV/DJK Hammelburg bestimmte von Beginn an das Geschehen an der Spitze und legte die zehn Kilometer in flotten 34,22 Minuten zurück. "Ich bin sehr zufrieden, zumal ich locker gelaufen bin", sagte Markus Unsleber, der in der Woche davor nicht weniger als 30 Stunden trainiert hatte. "Am Vortag war ich noch rund vier Stunden mit dem Rennrad unterwegs", berichtete der erfolgreiche Triathlet, der in diesem Jahr erneut die Qualifikation für den legendären Ironman auf Hawaii schaffen will. Es wäre seine dritte Teilnahme und könnte in Anbetracht der tollen Form sogar die erfolgreichste werden. Hinter dem Ausdauerathleten aus Wülfershausen zeigte sich Bernd Wächter vom TV Bad Brückenau bestens aufgelegt. Der 38-Jährige aus Thulba sicherte sich in guten 35:49 Minuten den zweiten Platz.

Carmen Förster vom Lauftreff SV Würzburg 05 war zum ersten Mal in Hammelburg am Start und unterbot gleich den Streckenrekord von Heidi Sessner um zwei Sekunden. Die Weltklasse-Triathletin vom TSV Assamstadt war bei ihrem Sieg im Vorjahr 38:51 Minuten unterwegs gewesen. Aber auch Carmen Förster, den Lauffreunden besser bekannt unter ihrem früheren Namen Klenk, ist keine Unbekannte. Die 39-Jährige, die vor rund einem Jahr Mutter wurde, ist mit 1:20 Stunden Unterfränkische Rekordhalterin über die Halbmarathon-Strecke.
Die Babypause hat der Ex-Karlstädterin offenbar nicht geschadet. "Ich bin bis zum achten Monat noch gelaufen. Und sechs Wochen nach der Geburt habe ich die Laufschuhe wieder geschnürt", plauderte die sympathische Frau aus Estenfeld, die bei ihren Trainingsläufen, wann immer möglich, ihren Sohn im "Baby-Jogger" dabei hat.

Im Jugend- und Hobbylauf über 5,6 Kilometer bewies 800-Meter-Läuferin Johanna Witschel vom TV/DJK Hammelburg Ausdauerqualitäten und war in 26:03 Minuten die Schnellste. Bei den männlichen Jugendlichen machte René Amtmann vom TSV Thüngersheim das Rennen. Für die jüngeren Läufer hatten die Hammelburger eine 1,67 Kilometer lange Strecke im Programm, während die Bambinis hinter dem Osterhasen, in Gestalt von Roland Leurer, rund 500 Meter im Sportpark absolvieren durften. Für die Kleinsten hatten die Veranstalter gleich nach dem Lauf Medaillen parat. Aber auch die "Großen" durften sich einer würdigen Siegerehrung in der Sporthalle erfreuen.

Jörg Jädicke, der noch vor einer Woche in Ramsthal mit wärmeren Wetter für seine Veranstaltung warb, hielt sich mit seiner Wetterprognose für das kommende Jahr doch lieber zurück. "Da der Osterlauf 2014 erst rund vier Wochen später stattfindet, ist die Hoffnung aber groß, dass es mal ein echter Frühlingslauf wird", blickt Jädicke vorsichtig optimistisch auf die dann fünfte Auflage des Hammelburger Laufevents.