Sein Ziel hat Peter Baumgart erreicht: Die "Rhön300" hat sich einen Namen gemacht, und zwar weit über die regionalen Grenzen hinaus. Pedaleure aus dem benachbarten Ausland sind inzwischen eher die Regel denn die Ausnahme. Und die gut gebuchten Starterfelder der messbare Beweis, dass der Schondraer mit seinem Konzept goldrichtig liegt. Die fünfte Auflage findet statt am Samstag, 6. August. Start und Ziel ist wie gewohnt das Sportzentrum in Schondra. Um die 400 Fahrerinnen und Fahrer, und damit 25 Prozent mehr als im Vorjahr, erwartet Baumgart mit seinem Organisations-Team.

Im offiziellen Sprach-Jargon handelt es sich bei dieser Eintages-Veranstaltung um eine touristische Ausfahrt, aber ohne eine Grund-Fitness ist nicht einmal die Einsteiger-Runde zu bewältigen, die hundert Kilometer lang und bereits mit 1800 Höhenmetern gespickt ist. Die Südrunde umfasst 170 Kilometer (2800 HM), die Nordrunde 235 Kilometer (4000 HM) und die Königsdisziplin über 300 Kilometer verlangt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern 5000 Höhenmetern ab, auch die benachbarten Bundesländer Hessen und Thüringen werden durchfahren.

"Die Strecken sind annähernd gleich zum Vorjahr. Nur bei Wartmannsroth und Schwarzenfels mussten wir aufgrund von Umleitungen kleine Änderungen vornehmen", sagt Peter Baumgart, der mit seinem Team bereits am Dienstag 200 Kilometer ausgeschildert hatte. An jedem Ortsschild wird ein Pfeil angebracht, der dem Radsportler die Richtung angibt. "Das ist mein Leitsystem. Jeder weiß sofort, wie es im Ort weitergeht", sagt der 66-Jährige. Extra Schilder gibt es an den Punkten, wo sich Strecken trennen.

Ab 6 Uhr in der Früh ist am Samstag das Startfenster für die beiden langen Schleifen geöffnet. Schon zwei Stunden vorher können die Energiespeicher beim Sportler-Frühstück aufgefüllt werden. Die Bewirtung vor Ort übernehmen die Fußballer der DJK Schondra. Dazu gibt es auf den Strecken insgesamt sechs Verpflegungsstationen, zweimal mit der Möglichkeit, ein warmes Essen zu sich zu nehmen. Wichtig ist Baumgart die Sicherheit aller Beteiligten, weshalb 30 Warn-Schilder für Autofahrer aufgestellt werden.