FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen - TSV Bad Königshofen 2:0 (2:0). Tore: 1:0 Alexander Müller (31.), 2:0 Benjamin Kaufmann (37., Foulelfmeter).

Rechtzeitig vor dem Derby am kommenden Freitag, die "Kaufmänner" empfangen den Tabellennachbarn aus Rottershausen, scheinen sie auf Touren zu kommen. Gerade vor der Pause diktierten sie gegen den Tabellenvorletzten, der immer noch auf den ersten Saisonsieg wartet, das Geschehen. Solide in der Abwehr mit Organisator Benjamin Kaufmann agierend ergriffen sie vom Anpfiff weg die Initiative, konsequenterweise ergaben sich auch Torgelegenheiten. Nachdem die ersten noch nicht verwertet wurden, TSV-Keeper Keeper Andreas Hoffmann rettete einige Mal und der routinierte Innenverteidiger Daniel Blau war da notfalls rechtzeitig zur Stelle, gingen die FVler nach einer halben Stunde verdient in Führung. Nach einem Pass von Fabian Erhard auf Kevin Erhard schaufelte dieser die Kugel in die Gefahrenzone, wo der folgende Befreiungsschlag zu kurz geriet, mit sattem Schuss setzte der quirlige Alexander Müller das Spielgerät unhaltbar ins Toreck.

Nachdem Daniel Kraus das mögliche 2:0 verpasst hatte, stand wieder Müller im Brennpunkt. Dieser wurde im TSV-Strafraum unfair von den Beinen geholt, "was unstrittig war, denn vom Gegner hat niemand gegen die Strafstoßentscheidung protestiert", berichtete FV-Pressesprecher Ludwig Berninger. Benny Kaufmann verwandelte anschließend souverän. Nach dem Seitenwechsel verlief die Begegnung ausgeglichen, was vor allem an der Heimelf lag, die den Vorsprung eher verwalten als durch ungestüme Offensivaktionen riskieren wollen. Die Kurstädter bekamen so mehr Ballbesitz, doch im Angriff gelang wenig, weil die heimische Viererkette mit einer Ausnahme immer den Überblick behielt. Die größte und fast einzige Chance zum Anschlusstreffer hatte Niklas Dömling nach Pass von Alexander Erlanov, doch Dömling scheiterte am stark parierenden Keeper Florian Erhard.

SV Ramsthal - TSV Aubstadt II 2:5 (2:2). Tore: 0:1 Patrick Kirsten (8.), 1:1 Tim Danz (17.), 2:1 Enrico Ott (27., Foulelfmeter), 2:2 Joe Etzel (34.), 2:3 David Noack (49.), 2:4 Joe Etzel (51.), 2:5 Clemens Neubert (86.).

Eine selten zu hörende Spiel- und Ergebnisanalyse gab es in Ramsthal, wo sich SV-Coach Bastian Knauer und sein Kollege Julian Grell nach dem Abpfiff in allen wesentlichen Punkten einig waren: Die erste Halbzeit verlief noch ausgeglichen, "weil wir uns noch mit der notwendigen Aggressivität in die Zweikämpfe gestürzt haben", so Knauer. "Während wir nicht den erwünschten Zugriff gefunden haben", ergänzte Grell.

Die favorisierten Gäste gingen nach einem Standard in Führung, als Patrick Kirsten die Kugel ins kurze Eck setzte. Die Weindörfler glichen aus, weil die TSV-Deckung nach Freistoßflanke von Philipp Schmitt und einer Kopfballverlängerung Richtung zweitem Pfosten den aufgerückten SV-Mannschaftskapitän Tim Danz gewähren ließ. Zehn Minuten später kreuzte Enrico Ott im Gäste-Sechzehner, als ihm ein Gegenspieler in die Hacke lief. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst. Doch die Führung währte nur kurz, weil nach einem weiten Diagonalschlag der Grell-Elf, Joe Etzel in Ballbesitz kam und dabei von einem Ausrutschen eines heimischen Verteidigers profitierte.

Vor der Pause hatten die Gastgeber noch das 3:2 auf dem Fuß. Doch nach einem Steckpass scheiterte Enrico Ott an Aubstadts Keeper Erik Poluschny. Dessen Gegenüber Bastian Reusch musste zu Beginn von Hälfte zwei gleich zwei Gegentreffer hinnehmen. Beim Schuss von David Noack Richtung langes Eck war er machtlos; beim zweiten Abschluss nutzte Etzel einen Fehler des ansonsten guten Willi Voss. Individuelle Fehler häuften sich bei den ersatzgeschwächten Platzherren in der Folge. Die Gäste kontrollierten die Partie bis zum Abpfiff "und gewannen letztlich verdient", so Knauer und Grell unisono. "Wobei unsere Siege immer noch keine Selbstläufer sind", so Julian Grell.

SG Urspringen/Sondheim - SV Riedenberg 3:2 (2:1). Tore: 0:1 Kevin Lormehs (14.), 1:1 David Heuring (31. Foulelfmeter), 2:1 Nico Wohlmacher (39.), 2:2 Benedikt Carton (71.), 3:2 Markus Herbert (81.).

Für Marcel Hey, den Sprecher der SG Urspringen/Sondheim, war es ein "glücklicher Sieg für uns in einem zerfahrenen Spiel. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen". Über weite Strecken habe das Motto nur "hoch und weit" gelautet, spielerischer Glanz wurde nicht wirklich verbreitet. Letztlich köpfte Spielertrainer Markus Herbert in der Schlussphase das 3:2. Drei Punkte, die anschließend als Stimmungsmacher mit zum Weisbacher Oktoberfest genommen wurden. "Deshalb mussten wir dieses Spiel auch gewinnen", sagte Hey mit einem Schmunzeln. Die gute Anfangsphase des Hausherrn erwies sich als Strohfeuer. In der Folge sackte das Niveau ab ("in der zweiten Halbzeit hat es noch einmal nachgelassen") . Wenig zwingende Aktionen, dafür Spannung und als "Entschädigung" fünf Treffer. Beide Teams begegneten sich durchweg auf Augenhöhe mit viel Kampf und Einsatz. Und dem Happy-End durch Herbert, nachdem zuvor David Heuring (Elfmeter nach Foul an Felix Umla) und Nico Wohlmacher (Volleyschuss) aus einem 0:1 ein 2:1 gemacht und der SV Riedenberg im zweiten Abschnitt das verdiente 2:2 erzielt hatte. Benedikt Carton markierte nämlich in der 71. Minute den Ausgleich, der aber nur zehn Minuten Bestand haben sollte.