Ob auf der Matte oder im Ring - die Kampfsportler im TSV Bad Kissingen sind über den Bezirk hinaus längst eine Marke. Und als Botschafter ihres Sports brachten die Kurstädter wieder beachtliche Erfolge heim an die Fränkische Saale. Bemerkenswert, was die Sambo-Kämpfer beim hervorragend organisierten Nachwuchs-Turnier in Heidenheim leisteten. Zahlreiche glänzende Medaillen und Urkunden dienten als der sichtbare Beweis.

Den ersten Kampf des Tages begann Alexander Antoschkin mit einem spektakulären Wurf. Der folgende lupenreine Sieg bildete den Auftakt zu Bad Kissinger Gala-Vorstellungen. Auch Daniel Strak zeigte seinen Kontrahenten, dass es schwierig sein würde, ihn auf der Matte zu bezwingen. Dies bewies er mit dem Finalkampf-Sieg über seinen Teamkollegen Adam Chrebtow, der mit Silber belohnt wurde. Ihr Können demonstrierten zudem Pascal Rasvalev und Viktor Balandin, die ihre Gegner zur Aufgabe brachten oder durch einen sauberen Sieg gewannen. Beide sicherten sich verdient den ersten Platz auf dem Treppchen.

In der Gruppe von Elias Hensch war die Konkurrenz nicht nur groß, sondern auch sehr stark. Dafür entschied der TSV-Kämpfer gleich die ersten beiden Kämpfe für sich und glänzte mit seiner sauberen Technik sowohl bei Würfen als auch bei Haltungen und Hebeln. Roman Gutwin musste sich in seinem ersten Duell geschlagen geben, schnappte sich aber noch den zweiten Platz mit einem sehr schön eingefädelten Armhebel.

Drei Ukrainer im Bad Kissinger Team

Dass der Sport verbindet, bewies die Teilnahme dreier Ukrainer für den TSV Bad Kissingen. Jeder von ihnen erreichte das Treppchen. Wadim Vyhivskyi gelang dabei das Kunststück, einen 0:6-Rückstand im ersten Kampf noch in einen Sieg umzumünzen. Dies ebnete ihm den Weg für die weiteren Kämpfe, die er mit Bravour meisterte und sich somit den ersten Platz im Turnier sicherte. Auch die Brüder Artjom und Roman Moskchaneiskij bewiesen ihr gutes Niveau und belohnten sich in ihren Alters- und Gewichtsklassen mit einem ersten und einem zweiten Platz. Der Dank der Bad Kissinger Sportler galt dem Verein "Kidro" für die Bereitstellung der Transportmittel sowie den mitgereisten Eltern, die ihre Schützlinge vorbildlich unterstützten.

Trainingsfleißig und zielorientiert

"Trotz seiner erst elf Jahre, ist er unheimlich trainingsfleißig und zielorientiert." Das sagt TSV-Coach Edgar Feuchter über Leo Zenglein, der sich für die Bayerischen Meisterschaften in Eichstätt qualifiziert hatte und es dort in der Schülerklasse bis 42 Kilogramm mit dem Amberger Xavier Hermann zu tun bekam. Einen Gegner, den der TSV-Boxer bereits von den Unterfränkischen Meisterschaften kannte. "Es ist schon schwer für die jungen Sportler, nach einer langen Fahrt samt der Wartephase in der Halle die Konzentration hochzuhalten. Leo war aber sofort bei der Sache", so Feuchter.

Der Oberpfälzer, einen halben Kopf größer als der Bad Kissinger, nutzte in der ersten Runde seine Reichweiten-Vorteile mit schnellen Geraden. Leo Zenglein hielt physisch stark dagegen, aber die erste Runde sollte an den Amberger gehen. Aufbauend auf eine wirkungsvolle Verteidigung, setzte der Kurstädter tolle Konter und schaffte den Ausgleich nach Runden. Es folgte ein Schlagabtausch, den man in dieser Altersklasse nicht erwarten durfte. Dank seiner langen Geraden gewann Xavier Hermann schließlich hauchdünn, aber der große Applaus des fachkundigen Publikums galt beiden Kämpfern, denen Edgar Feuchter eine erfolgreiche Karriere prophezeit.Für Leo Zenglein steht ein Wechsel in eine höhere Gewichtsklasse an, was bereits bei den Turnieren am 30. April in Kitzingen und am 15. Mai in Würzburg Anwendung findet.

Daumen drücken für eine Nominierung

"Nach dem Gewinn der Bayerischen Meisterschaft für Kai Friedensohn im Schwergewicht der Elite sowie den Vizemeisterschaften für Mohammad Shadab im Mittelgewicht der Elite und Leo Zenglein im Papiergewicht hoffen wir aufgrund der gezeigten Leistungen auf eine Nominierung zu den Deutschen Meisterschaften. Drückt uns die Daumen", sagt Edgar Feuchter.