SV Garitz - TSV Steinach 1:3 (0:3). Tore: 0:1 Fabian Schäfer (9.), 0:2 Niklas Otter (25.), 0:3 Aaron Friedel (39.), 1:3 Luca Schlereth (75.).

Auf dem Garitzer Kunstrasenplatz bestimmte zunächst der Gast das Geschehen. Schon früh traf Fabian Schäfer nach einem Fehler im heimischen Spielaufbau zur Führung. Danach wurde es etwas kurios. Wegen angeblicher Notbremse wurde der SVG-Keeper Philipp Werner mit einer Zeitstrafe belegt. Der gefoulte Steinacher war aber laut dem Garitzer Trainer zuvor im Abseits. "Also entweder pfeift er Abseits oder muss Rot zeigen", verstand Michael Nöth die Entscheidung nicht ganz, zum Glück allerdings für Garitz. Luca Schlereth ging ins Tor und hielt den Kasten zunächst sauber. Wieder ein Fehler im Spielaufbau der Heimelf und Niklas Otter erhöhte auf 2:0 (25.). Mit einem strammen Schuss aus knapp 20 Meter stellte Aaron Friedel noch vor der Pause auf 3:0. Der SV Garitz änderte nach dem Seitenwechsel die taktische Formation und konnte das Spiel ausgeglichener gestalten. Per Freistoß gelang Luca Schlereth in der 75. Minute der Anschluss. In der 88. Minute wäre fast erneut ein Tor für das Heimteam gefallen, doch Jonas Schaupp scheiterte per Kopf an der Latte. "Wenn wir da treffen wird es sicherlich noch einmal spannend", so Michael Nöth, der aber von einem verdienten Sieg der Gäste sprach.

SG Bad Bocklet/Aschach - TSV Wollbach 1:3 (1:1). Tore: 1:0 Luis Sandwall (3.), 1:1 Felix Warmuth (22.), 2:1 Nicklas Kubyschta (51.), 2:2 Nico Blasek (53., Eigentor), 2:3 Christoph Kriener (90.).

Trainer Jens Mammitzsch war doch ziemlich angefressen. Denn mit Christoph Kriener versetzte ein Spieler seiner SG Bad Bocklet/Aschach kurz vor Schluss den Knockout, der seiner Meinung nach gar nicht mehr hätte auf den Platz stehen dürfen. Denn der schon verwarnte Wollbacher hatte in Hälfte zwei Luis Sandwall an der Sechzehnerkante des TSV gefoult, für Mammitzsch eine klare zweite Gelbe - und damit der Platzverweis. Doch der ansonsten gut leitende Schiri Bernhard Bauernfeind entschied sich "nur" für eine Zehn-Minuten-Strafe. Und so konnte der am kurzen Pfosten postierte Kriener nach einer Ecke ins lange Toreck einköpfen. Insgesamt wäre für Jens Mammitzsch ein 2:2 das gerechtere Ergebnis gewesen. Seine SG legte mit dem Treffer durch Luis Sandwall früh vor. Dann kam Wollbach auf und verdiente sich den Ausgleich durch Felix Warmuth. Ab der 35. Minute übernahmen aber die Gastgeber wieder die Initiative, kamen auch mutig und entschlossen aus der Pause. Dumm, dass ihrer erneuten Führung durch Nicklas Kubyschta fast postwendend der Ausgleich folgte - und das per Eigentor. Nico Blasek wollte bei einem Freistoß für den TSV den Ball herausschlagen; er rutschte ihm aber übers Bein und landete im Tor. "Ein Punkt wäre gut für unsere Moral gewesen", zog Mammitzsch Bilanz über das letzte Vorrundenspiel der SG. Der Tabellenletzte will nicht aufstecken. Der Relegationsplatz sei noch erreichbar und auf der Leistung gegen Wollbach könne man aufbauen. "Wenn wir so spielen wie heute, ist in den verbleibenden zehn Spielen noch viel möglich."

FC Sandberg - SV Machtilshausen 3:4 (0:1). Tore: 0:1, 0:2 Tobias Koch (29. 68.), 0:3 Niklas Bischof (73.), 1:3 Janik Holzheimer (77., Foulelfmeter), 2:3 Carlos Rottenberger (87.), 2:4 Christian Simon (90.+2), 3:4 Kilian Bühner (90.+ 6).

"Wir können fünf oder sechs Tore machen, stehen teilweise allein vor dem Tor, bringen den Ball aber nicht rein", haderte FC-Sprecher Janik Holzheimer einmal mehr mit der schlechten Chancenverwertung seiner Mannschaft. "Und dann werden wir dafür bestraft", sprach Holzheimer von einer "unglücklichen Niederlage in einem umkämpften Spiel. Das wird jetzt eine harte Nummer", warf er einen Blick in die Zukunft. Die erste Halbzeit sei ausgeglichen verlaufen, "aber wir treffen nicht und zudem wurde ein klarer Elfmeter für uns nicht gegeben." Nach der Pause nahm die Partie richtig Fahrt auf. Sandberg fightete, kam nach einem 0:3-Rückstand bis auf 2:3 heran. "Wir sind dran am Ausgleich und fangen uns einen Konter ein", so Holzheimer abschließend.

FC Bad Brückenau - TSV Oberthulba 1:3 (1:3). Tore: 0:1 Christian Herrlein (4.), 0:2 Marius Schubert (16.), 0:3 Marcel Klubertanz (22.), 1:3 Johannes Meixner (33.).

Schon früh zeigte sich die Defensivschwäche der Heimelf, gerade bei Eckbällen. So einen nutzte der TSV zur fürhen Führung. Per Kopf traf Christian Herrlein zum 1:0 aus Gästesicht. In höchster Not klärte FC-Verteidiger Konstantin Bengart in der 15. Minute einen Schuss von Markus Kaufmann zur Ecke. Diese führte dann zum 2:0 für den TSV. Marius Schubert erwischte die flache Variante perfekt und traf. Die Gäste schienen nun Laune am Offensivspiel gefunden zu haben und legten nach. Dieses Mal führte ein FC-Abwehrbock dazu, dass Marcel Klubertanz alleine auf Heimkeeper Benjamin Hackbusch zugehen konnte und ohne Probleme zum 3:0 einschob (22). Mit einem schönen Pass in Szene gesetzt gelang Johannes Meixner noch vor der Pause der 1:3-Anschlusstreffer. In der zweiten Hälfte gab es dann aber kaum noch Strafraumszenen. Eine richtig gute Möglichkeit vergab die Heimelf allerdings kurz vor Schluss. Nach einer Hereingabe von Ronny Huppmann auf Johannes Meixner schoss dieser aus sechs Metern Distanz über das Tor. "Der Sieg für Oberthulba geht aufgrund unserer Fehler in Ordnung", so das ernüchternde Fazit von FC-Informant Marco Reinisch.

SC Diebach - SV Aura 1:3 (0:1). Tore: 0:1 Dominik Graser (26.), 1:1 Daniel Schaub (56.), 1:2 Dominik Graser (63.), 1:3 Jannik Schmitt (70.).

Mit einem Auswärtssieg schlossen die Gäste ihr Fußballjahr ab und dürfen weiter vom Aufstieg träumen. Den haben die Diebacher noch nicht aufgegeben, doch die Niederlage war ein schwerer Rückschlag. Nach einer verhaltenen Anfangsphase gingen die Böhm-Schützlinge in Führung, als Dominik Graser nach einer Freistoßflanke zum Kopfball kam und dabei von einem Stellungsfehler der heimischen Verteidiger profitierte. Die Platzherren verzeichneten durch Daniel Schaub fünf Minuten später eine gute Gelegenheit zum Ausgleich, hatten aber noch vor der Pause Glück, dass der Schiedsrichter ein Foul ihn ihrem Sechzehner nicht ahndete. Mit frischen Offensivkräften (Carlos Brandenstein, Yannick Maurer) versuchte SC-Spielertrainer Daniel May im Angriff neue Impulse zu setzen, was auch mit dem zwischenzeitlichen Remis belohnt wurde. Doch die Heimelf machte sich das Leben selbst schwer. Nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld ließ man wieder Dominik Graser einnicken. Die Begegnung wurde ab da immer nickliger, es begann mit einer Zeitstrafe für Patrick Schmähling wegen Meckern (67.), der beim dritten Gegentreffer, Jannik Schmitt drückte nach einer Ecke bei einem Strafraumgetümmel ein, fehlte, und endete mit Zeitstrafen für den SC-Keeper Lukas Wahler (90.) und David Böhm (92.), die mit Entscheidungen des Unparteiischen nicht einverstanden waren. Kein unverdienter Sieg der SVler, weil ihre Fehlerqoute vergleichsweise niedriger war.

SG Waldberg/Stangenroth - SG Oberleichtersbach/Modlos 4:3 (1:2). Tore: 1:0 Patrick Seufert (13.), 1:1 Florian Friebel (31.), 1:2, 1:3 Simon Wittmann (32., 70.), 2:3, 3:3 Elias Seufert (71., 74.), 4:3 Markus Rubi (90. + 3, Eigentor).

Eine bessere Grundlage für den anschließenden Kirmes-Abend im Sportheim hätte sich die SG Waldberg/Stangenroth nicht wünschen können. Das Team von Trainer Mirko Kleinhenz zwang den Tabellendritten SG Oberleichtersbach/Modlos dank eines Last-Minute-Tores (David Katzenbergers Flanke lenkte Markus Rubi ins eigene Tor) mit 4:3 in die Knie. Der Hausherr unterstrich nach einem Zwei-Tore-Rückstand eindrucksvoll, dass Kampfgeist Berge versetzen kann. Trotz einer überzeugenden ersten Halbzeit lag der Hausherr unglücklich in Rückstand, aber noch nicht am Boden. Auch nach dem 1:3 nicht. Nach dem schnellen Anschluss und dem 3:3 (Doppelpack von Elias Seufert) entwickelte sich ein packender Fight auf Messers Schneide mit dem späten Happy-End für den Gastgeber. "Wir haben Glück gehabt", sagte Kleinhenz, sah es aber als gerechten Ausgleich für so viel Pech in den zurückliegenden Wochen.

TSV Rothhausen/Thundorf - SG Unsleben/Wollbach 1:3 (1:2). Tore: 1:0 Jan Schubert (6.), 1:1 Christian Froh (8.), 1:2 Jonas Schirber (16.), 1:3 Marvin Geisler (49.).

"Ein verdienter Sieg für die SG Unsleben/Wollbach", fasste TSV-Sprecher Max Geier das Geschehen auf dem tiefen und damit kräftezehrenden Sportplatz in Thundorf zusammen. Die Gäste, die sich als das spielerisch bessere Team präsentierten, "haben das clever gemacht. Wir haben nach vorne keine Durchschlagskraft entwickelt. Der Gast um seinen Abwehrchef Benjamin Schirber hat gut verteidigt." Von der frühen kalten Dusche zeigten sich die Schützlinge von Trainer Stefan Kraus unbeeindruckt. Mit zwei Standards drehte die SG den Spieß schnell wieder um: Beim 1:1 köpfte Christian Froh einen Jonas Schirber Freistoß in die Maschen, den zweiten versenkte Schirber selbst im kurzen Eck. Das schnelle 3:1 nach Wiederbeginn durch Marvin Geisler bedeutete die Vorentscheidung. Die SG Unsleben/Wollbach blieb bis zum Schluss souverän Herr auf dem Platz.