FC Fuchsstadt - TSV Wiesentheid 0:2 (0:0) - Torfolge: 0:1 Agron Salihi (71.), 0:2 Edwin Aber (85.).

Die "Füchse" haben nach der zweiten Heimniederlage der Saison erst einmal den Anschluss zum Tabellenführer FC 05 Schweinfurt II verloren. In einer wenig ereignisreichen Partie erwiesen sich die Steigerwälder als cleverer. Die erste Halbzeit war von viel Ballgeschiebe und wenig Risiko auf beiden Seiten geprägt. Der Fernschuss von Marcel Hartmann kurz vor dem Pausenpfiff, mit dem der Wiesent heider FC-Keeper Florian Rottenberger zu einer Faustabwehr zwang, schreckte die Zuschauer geradezu auf.

Druckvoll, aber harmlos

Nach Wiederanpfiff agierten die Platzherren druckvoller, brachten ihre Spitzen Simon Bolz und Johannes Feser aber kaum in eine vernünftige Schussposition.
Feser hatte mit einem Kopfball an den Pfosten Pech (50.), auf der Gegenseite versemmelten Marcel Hartmann und Agron Salihi zwei Hochkaräter. Salihi sorgte dann aber für die Führung der Gäste, nachdem der eingewechselte Edwin Aber im Laufduell Tobias Stöth abgeschüttelt hatte. Harald Bayer und Sebastian Heinlein wussten danach den gegnerischen Goalie Eduard Wellmann nicht zu bezwingen. Ein Freistoßball von Tobias Bold, der von der Latte ins Feld zurückflog (76.), war noch am ehesten für den Ausgleich geeignet. Fünf Minuten vor dem Abpfiff liefen die Wiesentheider einen Konter. Edwin Aber setzte sich wiederum gegen Tobias Stöth durch und platzierte die Kugel von der Strafraumgrenze aus in die Maschen. Kurz vor Schluss hatte Hartmann gar das 0:3 auf dem Fuß.
Fuchsstadt: Rottenberger - Sauermann, T. Stöth, Plehn, Baldauf - Bold, Wolf, Bayer (73. Ermisch), Heinlein (73. Wahler) - Bolz, Feser.

TSV Münnerstadt - TSV Röthlein 0:1 (0:1) - Tor des Tages: Patrick Schießer (33.).

Die Lauertaler holten nach dieser Niederlage aus den letzten vier Spielen nur einen Punkt und sind ins Niemandsland der Tabelle abgerutscht. In einer schwachen Begegnung verließen die Schützlinge von Klaus Keller als Sieger den Platz, weil sie einen dicken Fehler des Mürschter Keepers Johannes Wolf zum glücklichen Erfolg nutzten. Die Partie brauchte lange, um die Minuskulisse von 90 zahlenden Zuschauern aufzuwärmen. Ein abgefälschter Schuss von Röthleins Michael Keller und ein Weitschuss von Fabian Erhard auf der Gegenseite mussten schon als Aufreger herhalten. Dann landete ein Flankenball von Sebastian Wehner im Münnerstädter Strafraum, wo Wolf beim Tor des Tages das Leder Patrick Schießer genau vor die Füße servierte.
Die nächste Viertelstunde war von unfairen Aktionen geprägt, wobei Schiedsrichter Hannes Hemrich (Urspringen) durch Großzügigkeit bei persönlichen Strafen auffiel. Leidtragender war Sebastian Halupczok, der wegen einer Sprunggelenksverletzung vom Rasen humpelte. Ihm folgte beim Kabinengang Michael Knysak (Leistenverletzung). Die Gastgeber waren zwar später optisch überlegen, aber Niklas Markart traf nach Vorarbeit von Hans-Christian Schmitt nur das Außennetz. Fünf Minuten später hätte sich Wolf fast ein Eigentor eingeschenkt, hatte aber Glück, dass sein verunglückter Querpass auf Christoph Krell vom Pfosten ins Feld zurücksprang. Der heimische Torjäger Julian Göller taute erst so richtig in der Schlussphase auf, sein Flachschuss nach Durchstecker von Markart flog aber am langen Eck vorbei. Genauso wie sein Volleyschuss in der 90. Minute.
Münnerstadt: Wolf - D. Mangold, Schmitt, Krell, Coprak - S. Halupczok (43. Kröckel), Geis, M. Knysak (46. Thomann), Markart, Erhard (66. Fiedler) - Göller.

FC 06 Bad Kissingen - TSV Bergrheinfeld 3:1 (1:1) - Torfolge: 0:1 Markus Friedel (10.), 1:1 Ervin Gergely (31.), 2:1 Christian Heilmann (63.), 3:1 Robert O´Sullivan (92.) - Rote Karte: Frank Stoll (Bergrheinfeld/48.).

"Wir haben nicht so gut gespielt wie zuletzt, aber das ist nach einem Erfolg eher zweitrangig", erklärte FC-Coach Rüdiger Klug, der in den neunzig Minuten einen starken Gegner erlebte. Die drei Punkte fallen laut Klug in die Kategorie "dreckiger Sieg", bringen die 06-er auf alle Fälle wieder ein Stück weg vom Tabellenkeller. Die Gäste starteten überraschend offensiv und nutzten ihre Überlegenheit zügig zur Führung durch Markus Friedel, der zwei Verteidiger umtanzte und schließlich Jörg Schaffelhofer umkurvte. Die Platzherren schüttelten sich kurz und hatten durch Mario Wirth den Ausgleich auf dem Fuß (17.). Den erzielte Ervin Gergely, der das Leder mit dem Rücken zum Tor annahm, mit einer Körpertäuschung seinen Gegenspieler matt setzte und aus der Drehung abschloss.

Platzverweis nach Beleidigung

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Frank Stoll beleidigte Jörg Schaffelhofer, auf Hinweis des Assistenten Michael Neuhöfer zeigte der Unparteiische Alexander Bergmann (Hofheim) dem TSV-Innenverteidiger die Rote Karte. Die dezimierten Gäste gerieten mit der Einwechslung von Marcel Klug entscheidend unter Druck. Nach einem Freistoßball von Christian Laus traf der nachsetzende Christian Heilmann zur Kissinger Führung. Jetzt spielten nur noch die Kurstädter, die aber einige gute Möglichkeiten liegen ließen. So dauerte es bis zur Nachspielzeit, ehe Robert O´Sullivan nach Flanke von Nico Limpert die FC-Fans endgültig beruhigte.
Bad Kissingen: Schaffelhofer - Günther, Hamzic, Wedlich (54. Klug), Wirth - Laus, Ament, Karch, Heilmann - Gergely (64. O´Sullivan), Porombka (81. Limpert).