Mit den Nordbayerischen Hallenmeisterschaften starteten die Leichtathleten in die Hallensaison. In der Fürther Quelle-Halle feierten die heimischen Sportler reihenweise Erfolge. Ivane Antonov siegte in der Aktivenklasse im Weitsprung, sein Bruder Dimitri gewann den Sprung-Wettbewerb der U-18 und Alexander Savitzki brillierte im Dreisprung der Jugend U-20. Neben den drei Bad Kissingern, die jetzt im zweiten Jahr für das LAC Quelle Fürth starten, eroberten Jessica Schottorf vom TSV Bad Kissingen und Oliver Baumbach vom FSV Hohenroth weitere Podestplätze.

"Schade, dass ich beim letzten Sprung leicht übergetreten bin. Der war so richtig weit gewesen", kommentierte Ivane Antonov. Die 6,52 Meter aus dem dritten Versuch reichten dem 18-Jährigen aber, um sich bei den Aktiven gegen seinen Teamgefährten Max Zenger knapp zu behaupten. Sein Bruder Dimitri startete furios in die Saison. Im Weitsprung der U-18 erzielte der Deutsche Jugend-Dreisprungmeister starke 6,78 Meter und war da genau so wenig zu schlagen wie über 60 Meter. Diesen Eindruck hatten zumindest die Zuschauer nach den überragenden 7,05 Sekunden, die der 16-Jährige im Vorlauf bot. Im Finale wollte der Realschüler aber offensichtlich mehr und riskierte beim Start zu viel. Schon vor dem Startschuss löste er sich und wurde daraufhin regelkonform disqualifiziert. "Der Starter hat viel zu lange gewartet", ärgerte sich Dimitri Antonov. Aber schon wenig später blickte er wieder hoffnungsvoll nach vorne. "Dann halt in der kommenden Woche in München bei den Bayerischen Meisterschaften." Heißt, dass er da erstmals eine Zeit unter sieben Sekunden anstrebt.

Auch Alexander Savitzki, der dritte Bad Kissinger Springer aus der Trainingsgruppe von Dimitri Antonov sen., hofft auf München. "Ich wollte schon in Fürth über 14 Meter springen. Leider habe ich bei meinem besten Versuch das Brett nicht getroffen", sagte der 17-Jährige, der mit seinen 13,56 Metern dennoch überlegen den Dreisprung der U-20 gewann.

Eine Bad Kissinger Hoffnung

Jessica Schottorf zeigte in Fürth, dass nach dem Weggang der Leistungsträger, die Leichtathletik beim TSV Bad Kissingen durchaus weiterlebt. Die 15-Jährige erzielte im Vorlauf über 60 Meter Hürden starke 9,15 Sekunden. Im Finale musste sie nur Katharina Winkler vom LAC Quelle Fürth knapp den Vortritt lassen. Die Bad Kissingerin verbesserte sich erneut um fünf Hundertstel Sekunden und zählt damit auf Anhieb zu den Besten der U-18 im Freistaat. Gerne hätte sie dies auch mit ihren Teamgefährtinnen Lena Schröter, Anna-Maria Brandl und Lynn Humpert über 4 x 200 Meter unter Beweis gestellt. Aber durch einen Wechselfehler beraubte sich das junge TSV-Team aller Chancen und wurde am Ende in 1:55,94 Minuten Vierter. Derweil hatte in diesem Wettbewerb eine ihrer Trainingskolleginnen allen Grund zum Jubeln. Annika Kirchner, die nach wie vor für das LAC-Quelle Fürth startet, aber in Bad Kissingen trainiert, gewann mit ihrem Quartett die 4 x 200 Meter der U-18. In starken 1:45,46 Minuten unterboten die Mittelfranken sogar die Qualifikations-Norm zur Deutschen Jugend-Meisterschaft deutlich.