FC Fuchsstadt - TSV Karlburg 0:0. Gelb-Rot: Dennis Schmidt (17., Fuchsstadt).

Der FC Fuchsstadt liefert verlässlich Gründe, dass die Saison eine richtig erfolgreiche werden könnte, fernab von jeglichem Abstiegskampf. Auch nach dem siebten Spiel bleibt die Elf von Martin Halbig ungeschlagen und durfte sich auf dieses torlose Remis durchaus etwas einbilden. Denn der Gegner ist schließlich Bayernliga-Absteiger und damit pro forma schon eine harte Nuss. Und mit dem nötigen Rückenwind ausgestattet waren die Karlburger obendrein nach drei Siegen in Folge mit 10:0 Toren. Das Topspiel hatte offiziell 490 Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Kohlenberg gelockt, und es wären deutlich mehr gewesen, hätten am Samstag nicht so viele Spiele in der näheren Region stattgefunden. Zum Beispiel das des FC Westheim gegen die SG Hammelburg/Fuchsstadt II.

"Wir sind mit dem Punkt zufrieden so wie das Spiel gelaufen ist. Wir haben leidenschaftlich gekämpft, super verteidigt und hatten eigentlich die besseren Chancen über unsere Konter", bilanzierte ein extrem zufriedener FC-Trainer. Vom Anpfiff weg ging es in diesem Unterfranken-Derby zur Sache mit hoch intensiv geführten Zweikämpfen, aber kaum zwingenden Torchancen.

Platzverweis nach Allerweltsfoul

Der Aufreger schlechthin in Halbzeit eins war die Ampelkarte gegen FCler Dennis Schmidt nach zwei Allerwelts-Fouls. Eine harte Entscheidung des Unparteiischen, der sich ja jederzeit auch mit einer 10-Minutenstrafe hätte behelfen können. Um es vorwegzunehmen: Ein Heimschiedsrichter war das nicht. "Wie kann man zu so einem Spiel einen Schiedsrichter schicken, der erst sein zweites Landesliga-Spiel geleitet hat. Da braucht es einen erfahrenen Schiri", sagte Halbig.

Dessen Gegenüber Markus Köhler sah im Platzverweis sogar einen gewissen Vorteil der Fuchsstädter, "weil der Gegner in Unterzahl mit noch mehr Leidenschaft gespielt hat und der Kohlenberg emotional in die Höhe ging. Genau das wollten wir eigentlich verhindern. Wir sind selbst ja eher eine ruhige Truppe."

Vom Stürmer zum Außenverteidiger

Auf die Unterzahl reagierte der FC-Coach sofort, der seinen Stürmer Christoph Schmidt zum Außenverteidiger machte (Halbig: "Chris hat früher schon die Position gespielt"), während Dominik Halbig fortan die hängende Spitze gab, flankiert von Yanik Pragmann und Markus Mjalov, der kurz vor dem Pausenpfiff TSV-Torsteher Marvin Fischer-Vallecilla zum Abtauchen zwang.

Kurz nach Wiederanpfiff hätte der FC Fuchsstadt in Führung gehen müssen, doch nach dem feinen Konter über Dominik Halbig hatte Yanik Pragmann zwar schon den TSV-Keeper umkurvt, statt ins leere Tor aber nur den Außenpfosten getroffen. Es wäre wohl der Siegtreffer gewesen, denn auch in der Folge wussten sich die Gäste offensiv nicht in Szene zu setzen, die nur einmal Tayrell Kruppa prüften beim Schuss von Jan Wabnitz, als schon die Nachspielzeit lief. Eine Viertelstunde zuvor hatte sich TSVler Justin Schulz eine 10-Minutenstrafe wegen Ballwegschlagens eingehandelt.

Auch Markus Köhler war mit dem Remis absolut einverstanden, "weil wir jetzt zum vierten Mal in Folge kein Tor kassiert haben. Ich hatte heute vier Spieler aus der 2. Mannschaft auf der Bank sitzen und Sebastian Fries hat am Tag zuvor noch mit Fieber im Bett gelegen. Meine Mannschaft wollte schon, es hat halt nicht alles geklappt", so ein entspannter TSV-Trainer. Weiter geht es für den FC Fuchsstadt am Samstag mit dem Gastspiel bei der TG Höchberg, dem noch sieglosen Tabellenletzten. Da wird Martin Halbig die Favoritenrolle nicht mehr leugnen können.

Fuchsstadt: Kruppa - S. Schmidt, Pfeuffer, Bartel, Seit - Frank, D. Schmidt, Pragmann (88. Neder), Halbig (90.+2 Raab), Mjalov (76. Petrunin) - C. Schmidt.