FC Fuchsstadt - FT Schweinfurt 1:4 0:1). Tore: 0:1, 0:2 Dominik Popp (16., 76.), 1:2 Markus Mjalov (82.), 1:3 Moriz Heusinger (85.), 1:4 Dominik Popp (87., Foulelfmeter).

Popp! Immmer wieder Dominik Popp! Der Schweinfurter Angreifer entwickelt sich für die Fuchsstadter zu einer Art Schreckgespenst. Im Derby in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga netzte er allein dreimal ein - und bereitete den vierten Treffer seiner FT mit einer Flanke vor. Das war vielleicht der große Unterschied im Spiel: Die Schweinfurter machten die meisten ihrer Chancen, die "Füchse" nicht.

Dass das so sein würde, zeichnete sich früh ab. Der FC legte gut los. Markus Mjalov traf den Pfosten. Und Patrick Helfrich stand allein vor Schweinfurts Keeper und vergab. "Wir hätten schon 2:0 oder 3:0 führen müssen", trauerte Fuchsstadts Sebastian Bartel den Chancen hinterher. Taten sie aber nicht. Stattdessen hatte Dominik Popp seinen ersten Auftritt: Einen Freistoß aus halblinker Position zirkelte der FTler in den linken oberen Winkel. Keine Chance für Torwart Tayrell Kruppa.

Danach entwickelte sich ein von vielen Zweikämpfen geprägtes Spiel mit wenig Chancen. Die Schweinfurter Abwehr hatte die Fuchsstadter Ausgleichsbemühungen gut im Griff, fing die meist hohen Bälle dank ihrer Größenvorteile ab. Spielerisch ging beim FC nicht viel, auch nicht beim Gegner.

Starke Endphase von Hälfte eins

Bis in die Endphase von Hälfte eins. Dann ließ FT-Spieler Fabian Reith einen Distanzschuss los. Kruppa hielt gerade so. Die Fuchsstadter antworteten mit einer Doppelchance: Erst dribbelte Mjalov auf halblinks frei auf Simon Mai zu; der Schweinfurter Keeper blockte aus Nahdistanz ab. Dann zog Nico Neder von der 16er-Kante ab; auch den Ball hatte Mai.

In Hälfe zwei blieb der Fuchsstadter Ansturm zunächst aus. Im Gegenteil: Tayrell Krupa parierte glänzend, als Moriz Heusinger von rechts bedient wurde und per Kopf abschloss. Der Nachschuss segelte dann rechts über das Tor (54.). Füchse-Trainer Martin Halbig brachte nach einer Stunde seinen Sohn Dominik. Ein Ruck sollte durch die Mannschaft gehen.

Wenige Minuten später ein Raunen am Kohlenberg: Patrick Helfrich hatte einen Strahl aus 25 Metern losgelassen - aber erneut nur an den rechten Pfosten. Obwohl die Fuchsstadter jetzt das Spiel mehr in die Hälfte der Schweinfurter verlagerten, schafften die einmal Entlastung. Und zwar sehr effektiv. Eine gut getimte Flanke verwertete Dominik Popp zentral: wieder keine Chance für Kruppa.

Das Spiel schien entschieden; aber die Fuchsstadter kamen nochmal ran. Dominik Halbig legte nach einem Dribbling auf Markus Mjalov. Der schlängelte sich zwischen zwei FT-Verteidigern hindurch, schloss ab - Tor! Doch die Euphorie währte nur kurz, denn Dominik Popp legte gegen aufgerückte FCler einen Sprint hin, flankte und fand Heusinger, der den Ball an Kruppa vorbei ins Netz schob.

Für das Endergebnis sorgte Popp wieder höchstselbst. Kruppa foulte den eigentlich nach außen laufenden Stürmer im Sechzehner; der verlud den Keeper vom Punkt.

Schweinfurts Trainer Adrian Gahn gab nach dem Spiel zu, dass der Sieg zwar verdient, aber zu hoch ausgefallen sei. Angesichts der Fuchsstadter Chancen, gerade zu Beginn, hätte es auch anders laufen können. FC-Trainer Martin Halbig sah das ähnlich. Mit dem Spiel seiner Mannschaft war er nicht unzufrieden. Doch Schweinfurt habe eben einen wie Dominik Popp gehabt, der die Bälle "reinschweißt".

Fuchsstadt: Kruppa - L. Lieb, Bartel, Helfrich, Franz (89., Bold) - Frank (89., Wlimzig), Pfeuffer, Neder (61., Halbig), Raab (35., Schaub) - Mjalov, D. Schmidt (81., Petrunin)