Die Tabellensituation der Bezirksliga Ost wird immer unübersichtlicher, das Rumpfprogramm am letzten Spieltag hat dafür gesorgt, dass manche Teams bereits 21 Spiele ausgetragen haben, z. B. der TSV Münnerstadt, andere erst 17, wie der Tabellennachbar TSV Rottendorf. "Das lässt derzeit überhaupt keine Aussage über den Meisterschaftsfavoriten mehr zu", spricht Fuchsstadts Trainer Marius Kubo für seine Kollegen, die allesamt gespannt sind, wie der Bezirksspielleiter die Terminnot im Interesse der Klubs lösen wird.
Aus Landkreissicht steht das Derby zwischen dem TSV Münnerstadt (4./34) und dem SV Obererthal (18./4) im Blickpunkt. TSV-Coach Dominik Schönhöfer kann diesem Match mit Optimismus entgegensehen, gewannen seine Schützlinge doch das Hinspiel schon mit 3:2 und dürften auch personell derzeit besser aufgestellt sein. Gegen die Rot-Weißen fallen definitiv nur Johannes Kanz (Grippe) und Keeper Florian Rottenberger (Leiste) aus. Vertreten wird er wieder von Johannes Wolf, der am letzten Spieltag in Bad Königshofen nur durch einen Strafstoß bezwungen werden konnte. Der Gast steht vor der Premiere in diesem Frühjahr, so mancher Akteur verschaffte sich bei der Zweiten Mannschaft Spielpraxis. Und dies durchaus erfolgreich, denn beim 7:1-Erfolg gegen den SV Zeitlofs-Rupboden konnten sie Selbstvertrauen tanken. Unter anderem auch Andy Graup, ob der Torjäger allerdings dabei sein kann, ist fraglich, da er sich aus beruflichen Grünen in Stuttgart befindet. Spielertrainer Michael Leiber wird auf der Bank Platz nehmen, aufgrund seiner Bänderverletzung wird wohl der junge Michael Helm im Kasten stehen. "Wird sind natürlich Außenseiter, aber wir können im Gegensatz zu den Münnerstädtern ohne Druck ins Spiel gehen", so Leiber.
Den empfindet man auch beim SV Garitz (3./35) nicht, denn der Aufstieg war nicht geplant. Die Zielsetzung Klassenerhalt sollte im Prinzip schon realisiert sein, die dafür noch fehlenden Punkte will man gegen den FC Strahlungen (16./19) holen. Doch das wird nicht leicht, denn schon beim Hinspiel (2:2) lieferten sich die Kontrahenten ein von vielen Zweikämpfen geprägtes Gefecht. Die Tabellenlage der Gäste täuscht wohl ebenfalls über deren Stärke, auch die FCler haben erst ein Minimalprogramm (17 Spiele) bestritten. "Das sollte uns aber nicht dazu verführen, auf die vielen noch auszutragenden Spiele zu verweisen", so Coach Jürgen Hein. "Wir wollen punkten und so den Abstand aufs rettende Ufer möglichst schnell verkürzen." Der Trainer ließ sich über die Garitzer Form von seinen Spielern Sebastian Hein und Marco Nöth informieren, die den Garitzer Erfolg über die FSG Wiesentheid beobachteten und sichtlich beeindruckt waren. Die genaue SV-Aufstellung ist offen, "es gibt noch einige Fragezeichen", erklärte der stellvertretende Abteilungsleiter Johannes Werner.
Gut im Rennen liegt auch noch der FC Fuchsstadt (6./33), der seine Verfolgerrolle aber nur wahren kann, wenn er gegen den TSV Röthlein (9./28) einen Dreier holt. "Doch das wird nicht einfach", weiß FC-Coach Marius Kubo, der die Anfangsformation verändern muss. Es fallen mit Sicherheit der angeschlagene Andreas Ermisch sowie der am Knie verletzte Sebastian Heinlein aus. Kubo stehen allerdings die zuletzt fehlenden Tobias Stöth, Philipp Sauermann und Harald Bayer zur Verfügung.
Nach sechs Spielen ohne Sieg ist der SV Riedenberg (11./27) in der Tabelle immer weiter Richtung Abstiegszone abgerutscht. Ausgerechnet gegen den Spitzenreiter DJK Schwebenried/Schwemmelsbach (1./37) hofft SV-Coach Charly Storch auf Besserung. "Doch wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir in der Abwehr wieder kompakter stehen und mit abgefangenen Bällen unsere Spitzen in Position bringen." Froh ist Storch, dass die Verletzung von Max Schultheiß doch nicht schwererer Art ist. Marcel Büchner (Leiste) ist verletzt, Thomas Schaab wird nach der Rückkehr aus England immerhin auf der Bank sitzen. Definitiv pausieren muss Daniel Dorn, der sich wegen Assistenten-Beleidigung in Röthlein eine Sperre einhandelte.