Elisa Eich vom TV/DJK Hammelburg lief bei den deutschen Meisterschaften über die 400 Meter Hürden der U20 auf den 16. Platz. Die 18-Jährige war in Rostock die einzige Starterin aus dem Kreis Rhön/Saale. Für die Gymnasiastin war alleine die Qualifikation bereits ein toller Erfolg. Deshalb war es für Trainer Paul Fella auch Ehrensache, mit seiner Athletin die lange Reise an die Ostsee auf sich zu nehmen, nachdem Elisa Eich Anfang Juli in Aschaffenburg die Norm von 65,20 Sekunden knapp unterboten hatte. Im dritten Vorlauf startend, lief Elisa Eich die ersten 200 Meter im sicheren Rhythmus an, mit flotten 24 Schritten bis zur ersten Hürde nach 45 Metern. Danach lief die Fuchsstädterin planmäßig die 35 Meter langen Abstände, zunächst mit 16 Schritten, einmal mit rechts, dann wieder mit links über die Hürden.

Frühes Üben macht Sinn

Die Fähigkeit, mit beiden Beinen die Hürden zu überqueren, sollte man frühzeitig üben. An der sechsten von zehn Hürden stellte Elisa Eich den Schritt um auf 17, später sogar auf 18 Schritte. Dieser Rhythmuswechsel klappte allerdings nicht perfekt, nicht zuletzt aufgrund der aufkommenden Erschöpfung. Im Ziel wurde die TV/DJKlerin mit 65,82 Sekunden gestoppt.

Teamkollegin Hanna Schmitt versuchte derweil vergebens, in Regensburg die Norm für die nationalen Meisterschaften im Siebenkampf der U20 zu erfüllen. Die vielfache Bezirksmeisterin in diversen Einzelwettbewerben sammelte in der Donaustadt dennoch gute 4201 Punkte und durfte sich in der Vierkampfwertung mit 2618 Punkten über eine persönliche Bestleistung freuen. Um die geforderten 4400 Zähler im Siebenkampf zu erreichen, hätte nahezu alles perfekt passen müssen.

Im Speerwurf gelang Hanna Schmitt mit 32,99 Meter ein Hausrekord. Auch im Hochsprung war sie mit ihren starken Sprung über 1,61 Meter genauso im Soll wie mit ihren 10,05 Metern im Kugelstoßen. Über 200 Meter wurde sie in soliden 27,76 gestoppt. Im Weitsprung hat man im Siebenkampf nur drei Versuche. Zu wenig an diesem Tag, da Hanna Schmitt das Absprungbrett nie richtig traf und mit 4,81 Metern zufrieden sein musste. Auch über die Hürden fehlte ihr in 16,22 Sekunden mehr als eine halbe Sekunde zur Bestleistung. Damit war klar, dass sie die Qualifikationsnorm nicht mehr zurechtbiegen kann. Dennoch lief die Westheimerin die abschließenden 800 Meter in guten 2:42 Minuten.

Jetzt ist erst mal eine Regenerationsphase bei Hanna Schmitt geplant, die spätestens bei den bayerischen Mehrkampf-Meisterschaften am 10./11. September in Pfaffenhofen wieder in Hochform sein will.