SV Garitz - FV Bayern Kitzingen 0:2 (0:0) - Torfolge: 0:1 Philipp Schlarb (79.), 0:2 Thorsten Götzelmann (91.).

"Nur wenn du im Keller stehst, verlierst du so ein Spiel", meinte Bad Kissingens Bezirksliga-Trainer Rüdiger Klug nach dem Abpfiff, und die meisten der 90 Zuschauer konnten da nur zustimmen. Tatsächlich wäre eine Punkteteilung in Ordnung gewesen, doch neuerlich stand der Fußballgott dem Aufsteiger nicht zur Seite.
Auf dem glitschigen Kunstrasenplatz taten sich die Kontrahenten mit dem Spielaufbau schwer, flache Zuspiele fanden kaum den Adressaten, hohe Bälle wurden von den Verteidigern aus der Gefahrenzone weggeköpft. Die erste Chance bot sich dem fleißigen Konstantin Papadopoulos mit einem abgefälschten Schuss. Auf der Gegenseite scheiterte Joachim Hupp freistehend an SV-Keeper Christoph Werner. Dann war wieder Garitz an der Reihe.
Nach der von einem Kitzinger unterlaufenen Freistoßflanke von Benedikt Lang sprang dem überraschten Manuel Krieter die Kugel vom Fuß, ehe ein Lang-Kopfball nach der Hereingabe von Stefan Glöckler am Tor vorbeischrammte.

Der zweite Durchgang begann vielversprechend mit einer Doppelchance von Papadopoulos. Die Partie wurde nun hektisch, woraus einige gefährliche Freistöße auf beiden Seiten resultierten. So musste Gäste-Torhüter Mario Bodendörfer die Fäuste bei einem Schuss von Bastian Schober hochreißen, drei Minuten später hechtete Werner bei einem Freistoß von Christopher Lenhart den Ball aus dem Winkel.
Dann traf es die Garitzer doppelt hart, weil sich Christoph Werner beim Abstauber-Tor von Philipp Schlarb an der sowieso schon lädierten Schulter verletzte und ausgewechselt werden musste. Sein Ersatzmann Benedikt Lang, der sich mangels Einwechselmöglichkeit die Handschuhe überstreifte, kassierte in der Nachspielzeit das 0:2 durch Gäste-Spielertrainer Thorsten Götzelmann. "Dass wir wieder unglücklich verloren haben, ist schlimm, aber eine langwierige Verletzung von Christoph Werner wäre noch schlimmer", so der ebenfalls vorzeitig vom Feld humpelnde Sandro Cazzella.
Garitz: Werner (85. Lang) - Lang, Gerlinger, Schmitt, Wijn (83. M. Niebling) - Glöckler, Voll, Krieter, Cazzella (75. Rüth), Papadopoulos - Schober (70. Schlereth).