Schon in der Qualifikation zeigte Dimitri Antonov, dass er in Top-Form ist und erzielte im ersten Versuch mit 15,64 Metern eine neue persönliche Bestleistung. Im Finaldurchgang startete er dagegen nicht ganz so furios und musste sich mit zunächst mit 14,91 Metern zufrieden geben. Die hätten aber nach drei Versuchen keinesfalls für das Erreichen des Endkampfes der besten Acht gereicht. Aber der 17-jährige Realschüler ist ein Wettkampftyp, der kaum Nerven zeigt. Schnell war er im zweiten Versuch auf den Absprungbalken zugelaufen, traf diesen genau und zog vor allem den zweiten Sprung sehr lang. Kaum war Antonov mit weit vorgezogenen Beinen in der Sprunggrube gelandet, kam bereits der Jubel über diesen außergewöhnlichen Versuch. Die eigentliche Weite wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht.

Grenzenlos war die Freude auch bei Bundestrainer Charles Friedek und Heimtrainer Dimitri Antonov senior, als auf der Anzeigetafel die 16,02 Meter aufleuchteten. Damit ging der Badestädter zunächst in Führung. Aber die im Vorfeld hoch favorisierten Lazaro Martinez (Kuba) und Yaoqing Fang (China) konterten wenig später. Zunächst eroberte Yaoqing Fang mit 16,48 Meter die Führung. Im vierten Versuch erzielte Lazaro Martinez mit unglaublichen 16,63 Metern einen neuen Meisterschaftsrekord, mit dem er sich zum U-18-Weltmeister kürte. Dimitri Antonov hatte nach seinem weiten Satz Schwierigkeiten, noch einmal in den Wettkampf zu finden. "Da hat der Anlauf plötzlich nicht mehr gepasst", sagte der Badestädter.

Aber das brauchte er auch nicht mehr. Denn der bis dato viertplatzierte Oleksandr Malosilov aus der Ukraine steigerte seine 15,95 Meter im letzten Versuch nicht mehr. So durfte Dimitri Antonov über die ersehnte Medaille jubeln. "Sicherlich ist mit diesem Ergebnis erst einmal ein großer Traum in Erfüllung gegangen", sagte Dimitri Antonov. "Ich muss mich im nächsten Jahr aber steigern. Mal sehen, was da später so noch kommt", blickt der gebürtige Georgier voraus. Ohnehin war der Dreisprungwettbewerb der U-18-WM ein hochklassiger Wettkampf, bei dem die ersten Acht jeweils neue persönliche Bestmarken erzielten.

Patrick Karl vom TV Ochsenfurt lief im Hindernis-Finale über 2000 Meter mit neuem Hausrekord unter die Top Ten, kam in 5:49,96 Minuten als hervorragender WM-Neunter ins Ziel. Maria Dietz aus Haibach (LAC Quelle Fürth) hielt im Finale über 1500 Meter bei den starken Afrikanerinnen bestens mit und wurde starke Fünfte. Im Finish schnappte sie sich noch eine kenianische Läuferin und war hinter der Britin Bobby Clay in 4:19,71 Minuten die zweitbeste Europäerin.