Baden Volleys Karlsruhe - Hammelburg Volleys 3:0 (25:16, 25:22, 25:23).

Es ruckelte am Samstagabend gewaltig. Weil der Livestream ebenso einen "Hänger" hatte wie das Spiel der Hammelburger. Das Duell des Ersten beim Zweiten hatte viel versprochen, von dem zumindest die Saalestädter nur wenig halten konnten. Zurück blieb ein etwas ratloser Trainer. "Das war kein schönes Erlebnis. Ich hatte kein einziges Mal den Eindruck, wir hätten eine Chance. Diese Hektik auf dem Feld kann ich mir nicht erklären. Dabei war die Trainingswoche richtig gut", sagte Thiago Welter, der nur mit einem Duo zufrieden sein durfte: "Selbstbewusstsein habe ich eigentlich nur bei Hannes Krochmann und Moritz Rauber gesehen."

Suboptimal begann bereits der Auftaktsatz, in dem die Hammelburger früh einem Rückstand hinterherliefen, der sich stetig vergrößerte und beim 13:21 uneinholbar sein sollte. "Der Gegner hat mit einer Aufstellung gespielt, die wir so nicht erwartet hatten. Wir haben Karlsruhe nie in den Griff bekommen, auch nicht durch verschiedene Wechsel", so Thiago Welter, der an diesem Abend tatsächlich viel rotierte. Auch im zweiten Satz blieb der nötige Aufschlagdruck von unterfränkischer Seite aus, schnell hatten sich die Hammelburger einen 3:8-Rückstand eingehandelt. Mit der Einwechslung von Jannick Sill folgte allerdings ein verheißungsvolles Zwischen-Hoch. Dank vier Punkten in Serie führten die Gäste plötzlich mit 11:10. Selbst eine Auszeit der Badener konnte den Lauf der Hammelburger nicht stoppen, die beim 21:19 kurz vorm Satzgewinn standen. Aber die gute Performance wurde nicht durchgezogen - 0:2 nach Sätzen.

Der dritte Satz sollte zur Doublette werden. Nur partiell klappte es mit dem Aufschlagdruck, "aber mit diesen Unsicherheiten, wie wir sie hatten, hast du keine Chance. Da waren schon komische Sachen dabei. In der Annahme war eigentlich nur Moritz Rauber solide. Vor dem Spiel hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl und damit natürlich eine höhere Erwartungshaltung", sprach der Volleys-Trainer Klartext. Teilweise hatte Welter sogar ohne Libero spielen lassen, "weil ich einfach was ausprobieren musste." Ärgerlich sollte auch dieser Abschnitt für den Coach verlaufen, denn die Karlsruher boten ja durchaus einiges an und zitterten sich eher schlecht als recht zum Matchball. "Ich wäre mit einem 0:3 zufrieden gewesen, wenn wir unseren Job gemacht hätten", endete die Trainer-Analyse im Konjunktiv. Besser machen kann es der Stolz der Saalestadt am Samstag im Heimspiel gegen den abgestürzten Meister vom TSV Grafing. Dann sollte wieder Schluss mit Ruckeln sein.