Und weiter rennt und wirft der HSC Bad Neustadt (10./20:24) dem sechsten Tabellenplatz hinterher. Diesmal ist mit dem Dessau-Roßlauer HV (7./23:21) ein Gegner zu Gast, der als schlagbar angesehen wird. "Und auch geschlagen werden muss, wenn wir in der Tabelle nach oben kommen wollen", sagt HSC-Spielertrainer Margots Valkovskis.

Die Erinnerungen an das Hinspiel sind nicht positiv angesichts der 21:26-Niederlage. "Dabei wäre zumindest ein Punktgewinn möglich gewesen, aber im entscheidenden Moment haben wir uns wurfschwach präsentiert. Bei 20 Fehlwürfen kannst du kaum einen Blumentopf gewonnen", weiß der HSC-Trainer, der sich einem neuen Kollegen gegenüber sieht. Denn die ambitionierten Sachsen-Anhaltiner starteten schwach in die Runde, schrammten anfangs gar an der Abstiegszone entlang und nahmen Ende Oktober einen Trainerwechsel vor.
Für den glücklosen Manfred Breu übernahm der Ex-Leipziger Uwe Jungandreas die sportliche Verantwortung. Prompt und mit der Reaktivierung von Torhüter Christian Hofmann lief es beim HV besser, ein Marsch Richtung Tabellenmittelfeld wurde begonnen. Dieser war aber immer wieder mit Rückschlägen garniert, wobei die HVler an derselben Krankheit wie die Saalestädter leiden: Auch die Sachsen liefern auswärts meist brav die Punkte ab. Beide Teams gewannen bislang in fremden Hallen nur zweimal, und da jeweils in Köthen und Groß-Umstadt.

"Dessau-Roßlau besitzt einen ganz erfahrenen Kader, viele Spieler sind bereits auf dem Schulberg aufgelaufen und haben uns immer das Leben schwer gemacht", verkündet Margots Valkovskis und nennt beispielsweise den Rechtsaußen Tomas Pavlicek (107 Saisontreffer), Spielmacher Radek Sliwka (106) und den früheren Torjäger Robert Lux. Nach dem Abklingen seiner Fingerverletzung ist Emil Feuchtmann wieder einsatzfähig. Nicht zur Verfügung steht dagegen Gary Hines, der sich mit dem US-Team bei Vorbereitungsspielen für die Panamerica-Spiele befindet.