An das Hinspiel bei der HG 85 Köthen (16./8:32) erinnert sich Margots Valkovskis noch genau. "Da haben wir mit 31:26 gewonnen, aber es war ein schweres Stück Arbeit", kommentiert der Trainer des HSC Bad Neustadt (10./18:22) ein Match, das lange auf der Kippe stand. "Und ein weiterer Sieg muss ganz eindeutig unser Ziel sein", so der Lette.

Dennoch reist HG-Spielertrainer Steffen Fischer voller Optimismus in die Rhön - dank verbesserter Personalsituation. Im Hinspiel standen ihm nur sieben Feldspieler zur Verfügung, denen in der Schlussphase die Puste ausging. Außerdem baut Fischer aktuell auf das gesteigerte Selbstvertrauen seiner Schützlinge, die vor dem spielfreien Faschingswochenende beim 26:25-Erfolg gegen Bad Blankenburg fast schon den letzten Strohhalm ergriffen.
Zwar wurde bei Linksaußen Florian Lampe ein Kreuzbandriss diagnostiziert, aber davon wollen sich weder der im Rückraum agierende Fischer noch seine Mannen beeindrucken lassen. Hinter dem Einsatz von Spielmacher Svajunas Kairis (Rücken) steht zudem ein Fragezeichen, "aber ich bin schon lange nicht mehr mit einem solch großen Aufgebot angereist" , freut sich der Köthener Coach.

Und beim HSC? Da ist aktuell auch alles im Lot. "Die zweiwöchige Pause hat Gelegenheit gegeben, kleinere Verletzungen intensiv zu behandeln und vorhandene Abstimmungsprobleme zu beseitigen", berichtet der HSC-Trainer, der seine Schützlinge fast täglich in die Halle bat. Und: "Der Sieg gegen Bernburg war gut fürs Selbstvertrauen, mit einem weiteren Erfolg haben wir Platz sechs weiter im Blick." Insbesondere Vilim Leskovec, der einst von Köthen an die Fränkische Saale gewechselt ist, will seinen früheren Mitspielern zeigen, was er zu leisten imstande ist. Im Hinspiel war der Kroate mit sieben Treffern nach Jan Wicklein (8/3) der zweitbeste HSC-Schütze. Da versenkte Wicklein übrigens alle Siebenmeter - nicht so beim letzten Heimmatch. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in einem Spiel schon einmal vier Strafwürfe vergeigt haben", so HSC-Schiedsrichterbetreuer Alfred Handlos. Wertvolle Tipps erhielt der HSC-Coach auch von Harald Feuchtmann, der Chilene trug in der letzten Saison noch das HG-Trikot.