So viel Lokalkolorit gab es wohl noch nie bei der Wahl zum Bayerntreffer des Monats. Vorgeschlagen sind mit Daniel Schmitt vom Kreisligisten FC WMP Lauertal und Noah Kümmeth von der SG Hausen/Nordheim aus der Kreisklasse Rhön 2 gleich zwei Kicker aus dem Fußballkreis Rhön. Indirekt beteiligt ist auch der FC Fuchsstadt - als leidtragender Verein. Zur Auswahl steht nämlich auch jenes fulminante Weitschuss-Tor aus der Landesliga Nordwest, welches Tobias Strobl beim 3:2-Derbysieg für die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach erzielt hatte, als FC-Keeper Simon Finke zu spät die Fäuste hochbekam.

Der 34-jährige Strobl, seines Zeichens Chefcoach des FC 05 Schweinfurt und Standby-Kicker im Team von Dominik Schönhöfer, war kurz zuvor eingewechselt worden und hatte seine Jokerrolle damit perfekt ausgefüllt. Noah Kümmeth hatte beim 3:1-Sieg über den FC Eibstadt für den Höhepunkt eines turbulenten Spiels gesorgt mit seinem Traum-Freistoß in den Winkel zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung für die SG Hausen/Nordheim.

"Den Ball hab' ich richtig gut getroffen"

Daniel "Schlappo" Schmitt erzielte für den FC WMP Lauertal beim 3:3-Remis bei Herbstadts Sportfreunden mit einem Dropkick aus 20 Metern in den Winkel den Ausgleichstreffer zum 1:1. "Was mir in dem Moment durch den Kopf ging, weiß ich nicht mehr. Aber klar, den Ball hab' ich richtig gut getroffen. Und so ein Tor erzielt man nicht alle Tage", sagt der 28-Jährige aus Poppenlauer, der in der Jugend für den TSV Großbardorf spielte, später auch mal für einige Jahre das Trikot des FC Strahlungen trug und nun zu den etablierten Kräften bei den Lauertalern gehört mit seinen Fußballern vom FC Poppenlauer, TSV Maßbach und DJK Weichtungen.

Hier geht's zur Abstimmung

Dass das Tor des Mittelfeldspielers überhaupt filmisch dokumentiert wurde, ist Christopher Schneider zu verdanken. Denn der U18-Trainer vom FC Poppenlauer steht bei den Spielen des FC WMP Lauertal stets mit gezücktem Handy am Spielfeldrand und stellt dem Verein später seinen Video-Zusammenschnitt zur Verfügung. "Ich selbst bin nicht so der social media-Typ. Aber nach dem Spiel kam unser Abteilungsleiter Sven Gessner schon auf mich zu und hat gesagt, dass das Tor gefilmt wurde und wir es beim Bayerntreffer mal versuchen. Cool, dass ich es so unter die Top-6 geschafft habe", sagt Daniel Schmitt.

Abstimmung läuft bis zum 14. Dezember

Die weiteren Nominierten für den Bayerntreffer des Monats November sind Max Wiedemann vom A-Klassisten SV Leerstetten, Julia Hirschmann vom Bayernligisten FC Ezelsdorf sowie Mergim Bajrami vom Nord-Bayernligisten DJK Ammerthal.

Bis Dienstag, 14. Dezember, läuft die offene Abstimmung auf der Homepage des BFV (www.bfv.de). Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält die "Bayern-Treffer"-Trophäe. Am Ende der Saison nehmen alle Monatssieger automatisch an der Wahl zum "Bayern-Treffer des Jahres" teil.