Für Christian Rose, Stéphan Cailloux und seinen Bruder Anthony ist es eine Weile her, seit sie die P-Klasse an der Kliegl-Mittelschule besucht haben. Alle drei haben inzwischen eine Ausbildung gemacht und im Berufsleben Fuß gefasst. Von den schlechten Noten und dem Lernfrust aus ihrer Schulzeit ist nicht mehr viel übrig.

Christian Rose zum Beispiel stand mit der Schule grundsätzlich auf Kriegsfuß. Im Unterricht kam er nicht klar. "Ich war in der Regelklasse und habe mir gedacht: Das wird sowieso nichts", erzählt er. Also wechselte er. Mit Erfolg: Er bestand den Schulabschluss und lernte Koch. Heute arbeitet er in der Bundeswehrkantine in Hammelburg, nebenberuflich betreibt er in Bad Kissingen eine Pyrotechnik-Firma. Dieses Jahr wird er das Abschlussfeuerwerk zum Rakoczy-Fest ausrichten. Wie der Schüler in die Spur gefunden hat? "In der P-Klasse ist mehr Zeit da und der Stoff wird anders vermittelt. Das hat mir geholfen", sagt er.

Die Zwillingsbrüder haben ähnliche Erfahrungen. Stéphan Cailloux erzählt, dass bei ihm nicht die Motivation das Problem war. Das Unterrichtstempo war ihm zu schnell. "Vor allem in Mathe. Das war mein Hass-Fach", sagt er. Heute arbeitet er als Kfz-Mechatroniker.