Die Bürgerinitiative Contra Ortsumgehung hat die erste Hürde auf dem Weg zum angestrebten Bürgerentscheid genommen. Am Donnerstagabend haben Vertreter der BI die dafür gesammelten Unterschriften an Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) übergeben. Um einen Bürgerentscheid in die Wege zu leiten, braucht es vorab ein Bürgerbegehren. Dieses muss von zehn Prozent der Wahlberechtigten beziehungsweise 324 Bürgern unterstützt werden. Gut drei Wochen haben der BI gelangt, um mehr als doppelt so viele Unterschriften, nämlich 827, zu sammeln. "Wir sind sehr zufrieden mit der Anzahl", sagt Marcus Lipsius.

In den vergangenen Wochen waren Ehrenamtliche der BI dafür in Nüdlingen und Haard von Haus zu Haus gelaufen. "Wir haben großen Zuspruch erhalten", berichtet er. Nicht nur Gegner der Ortsumgehung wollen einen rechtlich bindenden Bürgerentscheid, sondern auch einige Befürworter. Letztere würden ebenfalls den Gemeinderatsbeschluss nicht akzeptieren, in dem sich der Gemeinderat zwar mehrheitlich für die Entlastungsstraße ausgesprochen, aber gegen das Ergebnis der Bürgerbefragung vom Sommer gestellt hatte. "Sie wollen herbeiführen, dass es ein verbindliches Ergebnis vom Bürgerwillen gibt", sagt Lipsius.