Geboren und aufgewachsen in Langenprozelten, studierte er nach dem Abi in Lohr Pädagogik in Würzburg. Danach waren Bad Kissingen, Bad Brückenau, Burgsinn, Langenprozelten, Lohr, Gemünden und Karlburg Stationen des beruflichen "Zugvogels", bevor er seine Laufbahn vor neun Jahren als Rektor der Grundschule Hafenlohr beendete. Am 7. Juli wird Georg Ludwig Hegel 70 Jahre alt. Ein Gespräch mit einem eigenwilligen, bunten Vogel, der so gerne andere zitiert.

Frage: Die 70 ist erreicht - eine besondere Zahl?

Georg Ludwig Hegel: Ja. Die Sieben ist für mich wichtig. Es ist die weltliche Zahl Vier - die vier Jahreszeiten, die vier Wochen eines Monats - addiert mit der göttlichen Zahl Drei - sie steht für die Dreifaltigkeit, aber auch Vater, Mutter und Kind und für die Dialektik: These, Antithese und Synthese. Die Null steht für die Unendlichkeit - ist ohne Anfang, ohne Ende.

Auf Ihren Ur-ur-ur-Großonkel, den bekannten Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel, sind Sie nicht so gut zu sprechen ...

Er hatte seine zwei Seiten. Er hatte mit seiner Hauswirtin ein uneheliches Kind, zu dem er sich nie bekannt hat und das er später - wohl wissend, dass er es nicht überleben würde - in die Legion schickte. Als Student hat er auch viel getrunken. Sein Präfekt im Studienseminar hat zu ihm gesagt: "Wenn Du weitersäufst, säufst Du Dein bisserle Verstand auch noch vollends ab". Er hat immer Trollinger genossen und war anfangs als Theologiestudent nicht sehr fleißig.