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Bischofsheim an der Rhön
Weiße Pracht

Rhöner Lifte ziehen unterschiedliche Winterbilanz

Ein Winter mit zwei Gesichtern: Der Kunstschnee sichert der Wasserkuppe Erfolge. In der bayerischen Rhön sind die Liftbetreiber mäßig zufrieden.
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Im Loipenzentrum am Roten Moor hatten Langläufer schöne Stunden.  Foto: M. Nöth
Im Loipenzentrum am Roten Moor hatten Langläufer schöne Stunden. Foto: M. Nöth

14 Tage nur. 14 Tage von einem langen Winter liefen die Skilifte am Arnsberg in der bayerischen Rhön in dieser Saison. Das ist nicht die Welt. Aber es ist ein sich verfestigendes Anzeichen, dass es der Skisport in den Mittelgebirgsregionen nicht leichter haben wird in Zukunft. Geschuldet ist es auch dem Klimawandel.

72 Tage. 72 Tage von einem langen Winter liefen die Skilifte auf der Wasserkuppe. Das malt ein Lächeln auf die Gesichter der Verantwortlichen. Aber es ist ein Erfolg, der nur möglich ist, wenn 15 Schneeerzeuger, neun Kanonen und sechs Lanzen für die nötige Kunstschneedecke sorgen.

Ein Glücksspiel mit Risiken

Der Skiwinter in der Rhön zeigt auch in dieser Saison zwei Gesichter. Mit einem mittelständischen Unternehmen im Hintergrund und weitgehend freier Hand beim Einsatz von Schneekanonen kann ein Liftbetrieb erfolgreich sein. Liftbetrieb quasi im Nebenerwerb - wie an den bayerischen Standorten - wird mehr und mehr zum Glücksspiel, das finanzielle Risiken birgt.

"An den 14 Tagen, die wir offen hatten, waren wir eigentlich gut besucht. Aber wir brauchen das zweite Standbein im Sommer, damit wir auch den Liftbetrieb im Winter erhalten können", sagt Madeleine Adrian, Chefin der Arnsberglifte in Oberweißenbrunn und an der Kreuzbergstraße. Das zweite Standbein, an dem sie und ihr Ehemann Matthias seit etwa zwei Jahren arbeiten, ist ein Sommerlift für Mountainbiker, die auf vier angestrebten Downhill-Strecken vom Gipfel ins Tal donnern können. In vielen Mittelgebirgen oder im Alpenland gehört ein solches Downhill-Angebot zum guten Ton im Sporttourismus. Im Biosphärenreservat mit Naturpark schauen die Naturschutzbehörden aber genauer hin. Der Bischofsheimer Stadtrat hat das neue Projekt der Adrians schon gutgeheißen.

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