Der Bad Kissinger Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend, 27. Oktober, das endgültige Aus für das städtische Hallenbad am Tattersall beschlossen. Bereits vor einigen Wochen hatte das Rathaus bekanntgegeben, dass das Dach einsturzgefährdet ist, der Betrieb nicht verantwortet werden kann und das Bad deshalb bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Jetzt stellte die Verwaltung dem Stadtrat genauere Details zum Zustand der 57 Jahre alten Schwimmhalle vor.

Nach Angaben der Verwaltung ist eine Teilsanierung nicht möglich, dass Dach müsste stattdessen komplett erneuert werden. Die Kosten dafür werden auf rund 800 000 Euro geschätzt. Gleichzeitig würden die Sanierungsmaßnahmen länger dauern, eine Wiedereröffnung sei nicht vor der Saison 2023/2024 zu erwarten.

Weil das Bad insgesamt marode und sanierungsbedürftig ist und weil der geplante Hallenbad-Neubau an der KissSalis-Therme ebenfalls bis 2023/2024 stehen soll, "ist in der Gesamtbetrachtung die Sanierung nicht vertretbar", sagte Maik Schmeller, Leiter des städtischen Gebäudemanagements. "Es ist bitter den Standort aufgeben zu müssen, es ist abrupt zu Ende gegangen", kommentierte Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) die Situation.

Der Stadtrat stimmte mit 25:1 Stimmen für die endgültige Schließung des Hallenbades. Gleichzeitig stimmte das Gremium zu, die Sanierung des Freibades und damit dessen einjährige Schließung um ein Jahr zu verschieben von 2023 auf den Sommer 2024. Außerdem beauftragte das Gremium die Verwaltung, das Areal des alten Hallenbades in die weitere städtebauliche Planung einzubeziehen. Laut dem geschäftsführendem Beamten des Rathauses, Gerhard Schneider, ist denkbar, dass das Areal bei einer möglichen Landesgartenschau eine Rolle spielt, als ein Quartier für ökologisches und nachhaltiges Wohnen.

Eine ausführliche Berichterstattung folgt.