Das Pfarrhaus in Oerlenbach soll schnellst möglich saniert werden. Damit hat sich in Oerlenbach auch wieder die Hoffnung erfüllt, dass die vakante Pfarrstelle in absehbarer Zeit besetzt wird.
Geplant wird eine Modernisierung von Pfarrerwohnung und Pfarrbüro. In der Wohnung müssen die Sanitäranlagen, die Fußböden und auch Heizung verbessert werden. Erste Gespräche zwischen Diözese, einem Schweinfurter Architekturbüro und Vertretern von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat hat es bereits gegeben.
Nicht verwirklicht wird dagegen der Neubau eines Pfarrzentrums, wie es noch vor zwei Jahren in der Überlegung war. Damals war die Frage im Raum gestanden, ob Pfarrhaus und Pfarrheim abgebrochen und in einem neuen Pfarrzentrum zusammengeführt werden.


Kein Geld für große Sprünge

Das sei nicht finanzierbar, meint Werner Kleinhenz von der Oerlenbacher Kirchenverwaltung. Die Pfarrgemeinde will keine Schulden machen, die von der nächsten Generation getragen werden müssen. Denn Geld für ein großes Projekt sei nicht da, meint Kleinhenz. Der Pfarrgemeinde sei es nun wichtig, dass die vorhandenen Räume in der Pfarrerwohnung ordentlich saniert werden; sie sollen in den nächsten Jahrzehnten gut genutzt werden können, sei es wie demnächst wieder als Pfarrerwohnung oder in späteren Zeiten - falls eine erneute Vakanz entstehen wird - als Jugendraum oder Werktagskirche.
Werner Kleinhenz rechnet damit, dass es noch etwas dauern wird, bis die Planungen für das Pfarrhaus sowie der Umbau abgeschlossen sind. Solange, denkt er, wird auch die Pfarrstelle in Oerlenbach nicht besetzt werden. Davon geht auch Markus Hauck von der Pressestelle der Diözese aus. Auf Anfrage teilt er mit, dass das Oerlenbacher Pfarrhaus umgehend saniert werden soll, da der künftige Pfarrer in Oerlenbach wohnen wird. so die Mitteilung aus der Diözese.
Mit der Fertigstellung der neuen Pfarrerwohnung wird im November gerechnet. Solange wird dann wohl auch die Pfarrstelle noch vakant sein. Es mache Sinn, dass der Pfarrer erst kommt, wenn die Wohnung auch saniert ist, so Markus Hauck. Zurückgestellt sei dagegen die Sanierung des Pfarrheimes, lautet die Stellungnahme aus dem bischöflichen Ordinariat.


Werktagskirche kommt gut an

Derzeit wird die bestehende Pfarrerwohnung noch als sogenannte Werktagskirche genutzt. Auf Anregung von Pfarrer Norbert Reinwand, der auch nach seiner Pensionierung noch seelsorgerische Aufgaben in der Pfarreiengemeinschaft übernimmt, ist eine Kapelle in einem der Wohnräume eingerichtet worden. In der Werktagskirche finden die Gottesdienste statt, die unter der Woche gehalten werden, weil sich der kleine Raum schneller heizen lässt als die große Kirche. "Das kommt sehr gut an", hat Werner Kleinhenz von der Kirchenverwaltung festgestellt.