Wenn die Lauertalkapelle zurück blickt, ist es unweigerlich der Name Manfred Klopf, der fällt. Der begnadete Musiker verstand es wie kein anderer, junge Menschen für Blasmusik zu begeistern. Nicht nur in Rothhausen, denn schon vor der Gebietsreform warb er für seine Musik auch in Thundorf und Theinfeld, wie Albrecht Knötig und Thomas Schmitt in ihren Grußworten für die beiden benachbarten Kapellen gerne bestätigten.

Tragischer Tod des Initiators

Tragisch war Manfred Klopfs Tod im Jahr 1977 im Alter von nur 37 Jahren. Doch seine Saat sollte in allen drei Thundorfer Ortsteilen aufgehen, denn überall wird heute noch mit viel Begeisterung Musik gespielt. Norbert Sturm erinnerte in seinem Rückblick nochmals an die bewegende Zeit zu Beginn der 70er Jahre, als erst die Trachtenkapelle Theinfeld entstand, und es dann 1975 auch in Rothhausen soweit war. Es war eine Zeit, in der es die Blasmusik schwer hatte gegen damals ganz anders aufkommende Strömungen.

Der Anfang war alles andere als leicht. Bürgermeister Egon Klöffel (CSU) erinnerte sich an seine eigene Zeit als Musiker in Thundorf, als Manfred Klopf mit Harmonielehre und Tonleiterspielen strikte Grundlagenarbeit betrieb, die so manchem gar nicht gefallen habe. Doch es sei wichtig gewesen, denn Musik könne vieles bewirken. Bewegende, glückliche, fröhliche, aber auch traurige Momente werden mit Musik begleitet. Bernd Müller pflichtete in seinem Grußwort für den SV Rothhausen bei, Sport und Musik seien die großen Interessensgebiete der Gesellschaft. Bei beiden könne jeder mitmachen und jeder kann darüber reden.

Für die Schützengesellschaft hob Jennifer Beck hervor, dass die Lauertalkapelle nur ein Jahr nach der Wiedergründung ihres Vereines einen weiteren Farbtupfer für das örtliche Leben in Rothhausen gesetzt habe. Ohne die Lauertalkapelle wären die Veranstaltungen der Schützen nur halb so schön.

Solides musikalisches Fundament

Norbert Sturm hob in seinem Rückblick den großen Einsatz von Alfons Gundelach hervor, der von 1982 bis 1990 die Geschicke leitete und so die Grundlagen für ein solides musikalisches Fundament legte. Immer wieder brachten in der Folgezeit andere Dirigenten neue Ideen in das Ensemble ein und heute spielt die Lauertalkapelle ein breites Repertoire aus böhmischer Blasmusik, Märschen und auch modernen Liedern aus der Rock und Popmusik, die für Blasorchester angepasst wurden, und begeistern so ihr Publikum.

Das 40-jährige Vereinsbestehen soll übrigens im Sommer im Rahmen des traditionellen Brückenfestes offiziell gefeiert werden.


Ehrungen bei der Lauertalkapelle

40 Jahre Erhard Mangold, Rosamunde Bonfig, Norbert Sturm und Reinhard Wiener. Gründungsmitglied Willi Kehl wurde bereits die Ehrenmitgliedschaft angetragen.

25 Jahre
Berta Braun, Inge Fleckstein, Werner Fleckstein, Elli Hellmuth, Franz-Josef Kehl, Fred Lutz, Anni Memmel, Gert Memmel, Ludwig Schmitt, Elmar Achtmann, Manfred Beck und Manfred Roth.

/>Auszeichnungen durch den Nordbayerischen Musikbund für langjähriges aktives Musizieren:
50 Jahre
Hilmar Kehl
40 Jahre Alfons Gundelach, Berthold Röß,Günter Müller
30 Jahre Gunnar Grünewald, Stefan Treutlein
25 Jahre Thorsten Schüler