Was haben Eugen Albert Organisator des Erzählcafés im Haus St. Michael des Juliusspitals, und Konny (eigentlich Konrad) Albert gemeinsam? Beide kommen sie aus Dörfern der Rhön oder der Vorrhön, der erste aus Waldfenster, der zweite aus Poppenroth. Beide sollten eigentlich Pfarrer werden und besuchten deshalb die Klosterschule in Münnerstadt. Doch Eugen Albert wurde dann doch lieber Lehrer und später Bürgermeister in Münnerstadt. Konny Albert, Jahrgang 1954, studierte in Würzburg Grafik und wurde Diplom-Grafikdesigner (FH).

Jetzt war Konny Albert auf Einladung von Eugen Albert ins Erzählcafé gekommen. Nach dem Studium habe er die meiste Zeit als freischaffender Künstler, Maler und Grafiker in Ostheim und später in Hammelburg gelebt. Aber Conny Albert erzählte nicht allzu viel über sich. Vielmehr hatte er Gitarre, Schifferklavier, Mundharmonikas, Papier und Zeichenstifte mitgebracht. Sein Markenzeichen, einen Hut, legte der "schillernde Gast" (O-Ton Eugen Albert) nie ab.

Noch bevor es richtig losging, griff Konny Albert zum Zeichenstift und zauberte auf einem großformatigen Blatt Strich für Strich eine Ansicht seines Heimatortes Poppenroth, um zu erklären, wo seine Eltern, seine Großeltern und er selbst gewohnt haben. Dann griff er zum Schifferklavier und gab das selbst gedichtete Lied "die Mürschter sitze do und wartet und wartet..." zum Besten. Spätestens bei dem Lied "Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen, Bergvagabunden sind wir" war das Eis gebrochen und alle sangen mit.