Seit dieser Woche laufen die Arbeiten in der ersten der betroffenen Abteilungen. Parallel dazu werden nahe dem Hochkreuz ein naturnahes Urnenfeld sowie individuelle Urnengräber entstehen. Die Nachfrage danach ist groß. Bereits 60 Prozent aller Beerdigungen werden als Urnenbestattungen durchgeführt, so der Münnerstädter Standesbeamte Bernd Hochrein.
Zuversichtlich ist Bürgermeister Helmut Blank, dass die Sanierung des ersten Friedhofquartiers bis Pfingsten fertiggestellt ist. Bis dahin laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Rund 70 Grabsteine werden in diesen Tagen entfernt und sorgfältig eingelagert, damit sie nach Abschluss der Arbeiten wieder genau an der Stelle stehen werden, von der sie jetzt abgebaut werden. Danach haben die Grabstellen kleinere, pflegeleichtere Pflanzflächen als bisher.
Gewährleistet wird die standortgenaue Aufstellung, weil das Vermessungsamt alle Grabstellen eingemessen hat. Außerdem wurde von der Stadt die Platzierung nochmals fotografisch dokumentiert.
Bürgermeister Helmut Blank spricht bei der jetzt begonnenen Sanierung des ersten Friedhofquartiers von einem Pilotprojekt. Nach Abschluss dieser Arbeiten sollen dann die weiteren Quartiere folgen. Betroffen sind derzeit die Gräber nahe des Seiteneingangs Musikschulweg bis hoch zur Augustinergruft. Wie Bürgermeister Helmut Blank ausführt, werden die Arbeiten teilweise vom städtischen Bautrupp übernommen, teilweise wurden sie an Firmen vergeben, um sicherzustellen, dass der straffe Zeitplan eingehalten werden kann. Es werde zügig in den nächsten Wochen gearbeitet. Auf Beerdigungen im Friedhof würde allerdings Rücksicht genommen werden, erläutert Bernd Hochrein. Zu solchen Zeiten werden die Arbeiten aus Pietätsgründen gestoppt. Deshalb hatte sich in dieser Woche der Baubeginn auch bereits um einen Tag verzögert.