"Kein Kommentar" heißt es hier sowohl bei den Vorständen Johannes Wolf und Roland Ballner, als auch bei der Kassenprüferin Monika Rest mit dem Verweis auf ein schwebendes Verfahren und die laufenden Prüfungen.
In der Jahreshauptversammlung des größten Münnerstädter Vereins hatte am vergangenen Freitag - wie gemeldet - aus diesem Grund und auf Initiative des Vorstands keine Entlastung stattgefunden. Die Tatsache, dass der TSV-Vorstand in der jüngsten Versammlung nicht entlastet wurde, habe aber keine Auswirkungen auf den Verein. Die Arbeit laufe normal weiter. Nach Klärung der Angelegenheit könne dann die Entlastung in der nächsten Mitgliederversammlung erfolgen.

Anwalt eingeschaltet

"Der Vorstand muss der Sache nachgehen", betonte Roland Ballner aber auf Nachfrage. Bestätigt ist inzwischen, dass sich der TSV mittlerweile von einem Anwalt des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) beraten lässt. Der Verband bietet seinen Mitgliedern einen Rechtsservice an. Zudem wolle der Verein Konsequenzen aus der Situation ziehen, so die Information von Finanzvorstand Johannes Wolf. Dem Vorstand gehe es um Transparenz. Man arbeite daran, das Kontrollnetz enger zu spannen. Noch vor Pfingsten würden sich die zuständigen Gremien zusammensetzen. Man zieht in Erwägung, dass die einzelnen Abteilungen künftig alle drei Monate ihre Quartals-Abrechnungen dem Steuerbüro des Vereins vorlegen müssen. Das sei zwar schon teilweise so geschehen, solle jetzt aber für alle strikt festgelegt werden. Außerdem wird überlegt, Obergrenzen für den Barkassenbestand in den Abteilungen festzulegen.

Alles wird überprüft

Wie Johannes Wolf auf Anfrage betonte, werden bei der jährlichen Kassenprüfung alle Belege und Buchungsbestände des Hauptvereins sowie der einzelnen Abteilungen geprüft.