Immerhin ein Drittel der Mitglieder des Ortsverbandes der CSU hatte sich zur Jahreshauptversammlung im Café Tilman eingefunden. Vorsitzender Michael Kastl teilte mit, dass dem Ortsverband jetzt 90 Mitglieder angehören: Sechs neue Mitglieder aus dem gesamten Stadtgebiet seien dazu gekommen. Dann legte er seinen Tätigkeitsbericht vor. Bei der Regionalkonferenz in Massbach sei der Münnerstädter Ortsverein besonders stark vertreten gewesen.
Schatzmeister Oliver Schauber legte einen geordneten und stabilen Kassenstand vor. Die Delegierten-Wahlen für die besonderen Kreisvertreter-Versammlungen (am 4.7. in Bad Brückenau; am 30.7. in Bad Bocklet) zur Bundestagswahl brachte folgendes Ergebnis: Thorsten Harnus, Michael Kastl, Arnold Nöth, Oliver Schauber, Michaela Wedemann, Helmut Blank, Georg Heymann, Eduard Lintner und Thomas Meckel wurden als Delegierte gewählt. Ersatzdelegierte sind Alexander Kessler, Inge Müller, Johannes Röß, Mario Schmitt, Josef Schodorf, Sebastian Gessner, Monika Guck, Kerstin Schneider und Burkard Schodorf.
Einen kommunalpolitischen Bericht legte Bürgermeister Helmut Blank vor. Er verwies auf im Haushalt vorgesehene Sanierungsmaßnahmen. Er sagte, er fände es schade, dass mittlerweile manche Stadträte Angelegenheiten, die sie selbst mit beschlossen hätten, als schlecht hinstellten. Da würden Investitionen für die Feuerwehren negativ dargestellt oder das Kommunalunternehmen schlecht geredet, obwohl das von auswärtigen Fachleuten gelobt würde.
Die Schuldentilgung verlaufe kontinuierlich. Die nächste große Sanierungsmaßname stehe in Maria Bildhausen an. Auch im Umfeld des TSV müsse nicht nur die Dreifachhalle generalsaniert werden. Hier sei auch die Sanierung der Sportanlagen dringlich. Nachholbedarf bestehe hinsichtlich des Ausbaus des Radwegenetz, wofür hohe finanzielle Aufwendungen erforderlich sind. Für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in der Kernstadt habe man einen geeigneten Standort gefunden.


Stolz auf das Thoraxzentrum

Vorsitzender Michael Kastl bedauerte die Abstimmungsergebnisse zum Haushalt. Mit oft sinn- und endlosen Diskussionen werde Potenzial und Zeit vertan. Er forderte dazu auf, einmal getroffene Entscheidungen durchzuziehen.
Bezirksrätin Karin Renner berichtete, dass eine große Herausforderung für den medizinischen Sektor die Zunahme psychisch Kranker sei. In Würzburg werde nun, da dringender Handlungsbedarf bestehe, ein Krankenhaus für seelisch Kranke gebaut. Das Thoraxzentrum Münnerstadt, einstmals Sorgenkind des Bezirks, habe sich mittlerweile zu einer Vorzeige-Einrichtung entwickelt. Der Standort werde durch weiteren Ausbau noch gestärkt.
In der allgemeinen Aussprache sagte Hans Petsch, dass Münnerstadt stolz sein dürfe auf das Thoraxzentrum. Norbert Reiter forderte die CSU-Fraktion auf, nicht nur als getriebene, sondern als treibende Kraft in Erscheinung zu treten. Manfred Blank kritisierte die Presse. Es fehle an Neutralität. Lindhorst Gehring sagte, ihm fehle das Verständnis für die Forderungen nach immer mehr Radwegen. Dadurch würden immer Wege für die Landwirtschaft wegfallen, so seine Meinung.
Arnold Nöth brach eine Lanze für das Kommunalunternehmen "KulTourisMus" und rief die Stadträte dazu auf, doch dieses auch mit persönlichem Einsatz zu unterstützen.
Dann wurden langjährige Mitglieder geehrt. Helma und Heinz Götschel für 30 Jahre, Martin Ziegler für 40 Jahre und Lindhorst Gehring für 50 Jahre.